Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und ihre Begrün­dung

Eine den Anfor­de­run­gen von § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG genü­gen­de Begrün­dung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de setzt vor­aus, dass der Beschwer­de­füh­rer sich bei einer gegen eine gericht­li­che Ent­schei­dung gerich­te­ten Ver­fas­sungs­be­schwer­de mit die­ser inhalt­lich aus­ein­an­der­setzt1.

Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und ihre Begrün­dung

Der ange­grif­fe­ne Hoheits­akt sowie alle zu sei­nem Ver­ständ­nis not­wen­di­gen Unter­la­gen müs­sen in Ablich­tung vor­ge­legt oder zumin­dest ihrem Inhalt nach so dar­ge­stellt wer­den, dass eine ver­ant­wort­ba­re ver­fas­sungs­recht­li­che Beur­tei­lung ohne wei­te­re Ermitt­lun­gen mög­lich ist2.

Liegt zu den mit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de auf­ge­wor­fe­nen Ver­fas­sungs­fra­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts bereits vor, der die ange­grif­fe­nen Gerichts­ent­schei­dun­gen fol­gen, so ist der behaup­te­te Grund­rechts­ver­stoß in Aus­ein­an­der­set­zung mit den vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ent­wi­ckel­ten Maß­stä­ben zu begrün­den3.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 3. April 2019 – 2 BvR 328/​16

  1. vgl. BVerfGE 82, 42, 49; 86, 122, 127; 88, 40, 45; 105, 252, 264 []
  2. vgl. BVerfGE 78, 320, 327; 93, 266, 288 []
  3. vgl. BVerfGE 77, 170, 214 ff.; 99, 84, 87; 123, 186, 234; 130, 1, 21 []