Ver­lust des Frei­zü­gig­keits­rechts für EU-Bür­ger – und der Sach­ver­stand der Rich­ter

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts bewe­gen sich die Tat­sa­chen­ge­rich­te bei der für eine Ver­lust­fest­stel­lung erfor­der­li­chen Gefah­ren­pro­gno­se regel­mä­ßig in Lebens- und Erkennt­nis­be­rei­chen, die dem Rich­ter all­ge­mein zugäng­lich sind.

Ver­lust des Frei­zü­gig­keits­rechts für EU-Bür­ger – und der Sach­ver­stand der Rich­ter

Der Hin­zu­zie­hung eines Sach­ver­stän­di­gen bedarf es nur aus­nahms­wei­se, wenn die Pro­gno­se auf­grund beson­de­rer Umstän­de – etwa bei der Beur­tei­lung psy­chi­scher Erkran­kun­gen – nicht ohne spe­zi­el­le, dem Gericht nicht zur Ver­fü­gung ste­hen­de fach­li­che Kennt­nis­se erstellt wer­den kann 1.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 1. Juni 2017 – 1 B 102.17

  1. BVerwG, Beschluss vom 11.09.2015 – 1 B 39.15InfAuslR 2016, 1 Rn. 12 m.w.N.[]