Ver­pflich­tungs­er­klä­rung für Aus­län­der – und die Haf­tung für Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge

Bereits aus dem Geset­zes­wort­laut des § 68 Abs. 1 Satz 1 Auf­en­thG ergibt sich, dass der Ver­pflich­te­te sämt­li­che öffent­li­chen Mit­tel zu erstat­ten hat, die für den Lebens­un­ter­halt des Aus­län­ders auf­ge­wen­det wer­den.

Ver­pflich­tungs­er­klä­rung für Aus­län­der – und die Haf­tung für Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge

Als erstat­tungs­pflich­tig wer­den im Gesetz aus­drück­lich auch auf­ge­wen­de­te Mit­tel zur Ver­sor­gung im Krank­heits­fall und bei Pfle­ge­be­dürf­tig­keit genannt.

Das kön­nen für Inha­ber einer Auf­ent­halts­er­laub­nis nach § 23 Auf­en­thG Leis­tun­gen bei Krank­heit nach § 4 Asyl­bLG sein und bei Bezie­hern von Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung für Arbeits­lo­se nach dem SGB II – wie hier im Streit – Bei­trags­zah­lun­gen zur Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung. Aller­dings hat das Beru­fungs­ge­richt die abge­ge­be­ne Ver­pflich­tungs­er­klä­rung des Klä­gers ohne Ver­stoß gegen all­ge­mei­ne Erfah­rungs­ge­set­ze, Denk­ge­set­ze oder Aus­le­gungs­re­geln dahin aus­ge­legt, dass sie nicht die Haf­tung für Kos­ten erfasst, die für die Ver­sor­gung im Krank­heits­fall und bei Pfle­ge­be­dürf­tig­keit auf­ge­wen­det wer­den müs­sen.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 14. März 2018 – 1 B 9.18