Ver­set­zung wegen "Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schwie­rig­kei­ten"

"Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schwie­rig­kei­ten" zwi­schen einer Schul­lei­te­rin und einem gro­ßen Teil des Kol­le­gi­ums sowie der dar­aus resul­tie­ren­de Umstand, dass ein ganz erheb­li­cher Teil der Leh­rer sich an ande­re Schu­len ver­set­zen las­sen haben, kön­nen eine Ver­set­zung der Schul­lei­te­rin aus ihrem Amt und aus ihrer Funk­ti­on als Schul­lei­te­rin zwin­gend erfor­der­lich machen.

Ver­set­zung wegen "Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schwie­rig­kei­ten"

So das Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines vor­läu­fi­gen Rechts­schutz­ver­fah­rens, mit dem sich die bis­her als Lei­te­rin der Real­schu­le Dis­sen täti­ge Antrag­stel­le­rin gegen ihre zum 1. Febru­ar 2013 ver­füg­te Ver­set­zung auf die Stel­le einer Kon­rek­to­rin an der Real­schu­le Georgs­ma­ri­en­hüt­te gewandt hat.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Osna­brück hät­ten die von der Nie­der­säch­si­schen Lan­des­schul­be­hör­de zur Begrün­dung der Ver­set­zung genann­ten "Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schwie­rig­kei­ten" zwi­schen der Schul­lei­te­rin und einem gro­ßen Teil des Kol­le­gi­ums der Real­schu­le Dis­sen sowie der dar­aus resul­tie­ren­de Umstand, dass ein ganz erheb­li­cher Teil der Leh­rer sich habe an ande­re Schu­len ver­set­zen las­sen, die Ver­set­zung der Antrag­stel­le­rin aus ihrem Amt und aus ihrer Funk­ti­on als Schul­lei­te­rin zwin­gend erfor­der­lich gemacht. Ohne die­se Maß­nah­me habe der Schul­frie­den nicht wie­der­her­ge­stellt und der Bil­dungs­auf­trag der Schu­le nicht erfüllt wer­den kön­nen. Das schlich­te Bestrei­ten der Span­nun­gen im Kol­le­gi­um sei nicht geeig­net, die Rich­tig­keit die­ses Sach­ver­hal­tes ernst­haft in Fra­ge zu stel­len.

Es unter­lie­ge auch kei­nen recht­li­chen Beden­ken, dass die Antrag­stel­le­rin an die Real­schu­le Georgs­ma­ri­en­hüt­te ver­setzt und dort mit den Auf­ga­ben einer Kon­rek­to­rin betraut wor­den sei. Zwar sei es auf­grund ent­spre­chen­der Infor­ma­tio­nen bedau­er­li­cher­wei­se zu einer Situa­ti­on gekom­men, die ihr die Wahr­neh­mung der Auf­ga­ben vor­aus­sicht­lich erschwe­ren wer­de, es habe jedoch in zumut­ba­rer Ent­fer­nung kei­ne ande­re geeig­ne­te Stel­le zur Ver­fü­gung gestan­den. Ein Ein­satz der Antrag­stel­le­rin als Schul­lei­te­rin sei unter Berück­sich­ti­gung aller Umstän­de des Fal­les nicht in Betracht gekom­men.

Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück, Beschluss vom 30. Janu­ar 2013 – 3 B 8/​13