Ver­wer­fung offen­sicht­lich unzu­läs­si­ger Ableh­nungs­ge­su­che

Die Ver­wer­fung eines Ableh­nungs­ge­suchs kann mit der Sach­ent­schei­dung erfol­gen, wenn die­ses offen­sicht­lich unzu­läs­sig ist.

Ver­wer­fung offen­sicht­lich unzu­läs­si­ger Ableh­nungs­ge­su­che

Bei offen­sicht­li­cher Unzu­läs­sig­keit bedarf es kei­ner dienst­li­chen Stel­lung­nah­me der abge­lehn­ten Rich­ter; die­se sind auch von der Ent­schei­dung über das offen­sicht­lich unzu­läs­si­ge Ableh­nungs­ge­such nicht aus­ge­schlos­sen 1.

Die Mit­wir­kung an einem vor­an­ge­gan­ge­nen Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren des­sel­ben Beschwer­de­füh­rers kann die Besorg­nis der Befan­gen­heit im Sin­ne des § 19 BVerfGG offen­sicht­lich nicht begrün­den 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 16. April 2019 – 1 BvR 30/​19

  1. vgl. BVerfGE 131, 239, 252 f.; BVerfGK 8, 59, 60[]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 03.07.2013 – 1 BvR 782/​12 7[]