Vor­ga­ben für "kom­pak­te­res" Ver­wal­tungs­han­deln in Baden-Würt­tem­berg

Die baden-würt­tem­ber­gi­sche Lan­des­re­gie­rung hat eine neue Vor­ga­be für kom­pak­te­res Ver­wal­tungs­han­deln beschlos­sen. Kern­punkt ist die neue Ver­wal­tungs­vor­schrift der Lan­des­re­gie­rung und der Minis­te­ri­en zur Erar­bei­tung von Rege­lun­gen. Sie ersetzt ab 1. Janu­ar 2011 die Anord­nung der Lan­des­re­gie­rung und der Minis­te­ri­en zum Erlass von Vor­schrif­ten aus dem Jahr 2004 in gestraff­ter, kla­rer geglie­der­ter und trans­pa­ren­te­rer Form.

Vor­ga­ben für "kom­pak­te­res" Ver­wal­tungs­han­deln in Baden-Würt­tem­berg

Inhalt­li­che Prüf­vor­ga­ben, zum Bei­spiel zur Büro­kra­tie­be­las­tung von klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men, zur Chan­cen­gleich­heit oder zu den Kos­ten­fol­gen für die öffent­li­che Hand, sol­len zukünf­tig in ein ein­heit­li­ches Gesamt­sys­tem inte­griert, die Abwick­lung von Ver­fah­ren über das Inter­net und Online­kon­sul­ta­tio­nen im Norm­set­zungs­ver­fah­ren sol­len stär­ker ver­an­kert wer­den.

Bereits in den letz­ten zehn Jah­ren hat Baden-Würt­tem­berg sei­nen Vor­schrif­ten­be­stand von gut 4.200 Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten im Jahr 2000 auf rund 1.500 im Jahr 2008 gesenkt. Die­se neue Höchst­gren­ze kann künf­tig nur in begrün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len über­schrit­ten wer­den. Die Gel­tungs­dau­er von Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten wird ein­heit­lich auf sie­ben Jah­re fest­ge­schrie­ben. Bei allen Rege­lun­gen ist spä­tes­tens sie­ben Jah­re nach ihrem Inkraft­tre­ten zu prü­fen, ob sie noch erfor­der­lich sind, wei­ter ver­ein­facht wer­den kön­nen oder aktua­li­siert wer­den müs­sen.