Vor­na­men im Rei­se­pass und Per­so­nal­aus­weis

Nach wie vor wer­den auf Päs­sen und Per­so­nal­aus­wei­sen im Feld "Vor­na­men", das neben dem Licht­bild abge­druckt ist, alle Vor­na­men ver­merkt, wie sie in der Geburts­ur­kun­de ange­ge­ben sind. Kei­nem der Vor­na­men wird auf Basis der recht­li­chen Grund­la­ge, dass alle in einer Geburts­ur­kun­de ein­ge­tra­ge­nen Vor­na­men gleich­be­rech­tigt sind, die Funk­ti­on eines "Ruf­na­mens" zuge­wie­sen. Der übli­cher­wei­se gebrauch­te Vor­na­me wird aber in jedem Fall mit auf­ge­führt.

Vor­na­men im Rei­se­pass und Per­so­nal­aus­weis

Der so genann­te maschi­nen­les­ba­re Bereich auf Päs­sen und Aus­wei­sen darf auch den oder die Vor­na­men ent­hal­ten. Die­ser Bereich ist für die schnel­le auto­ma­ti­sier­te Kon­trol­le durch hoheit­li­che Stel­len – z. B. Grenz­kon­trol­len – und durch Beför­de­rungs­un­ter­neh­men, die auf­grund inter­na­tio­na­ler Abkom­men oder Ein­rei­se­be­stim­mun­gen zu Kon­trol­len im inter­na­tio­na­len Rei­se­ver­kehr ver­pflich­tet sind, vor­ge­se­hen.

Für das Eröff­nen oder Schlie­ßen eines Bank­kon­tos, die Aus­fer­ti­gung von Kraft­fahr­zeug­brie­fen oder gar für Bewer­bun­gen ist der maschi­nen­les­ba­re Bereich nicht rele­vant. Nicht-öffent­li­chen Stel­len die­nen der Pass und der alte Per­so­nal­aus­weis, der bis 31. Okto­ber 2010 bean­tragt wer­den konn­te, im Rah­men der gesetz­li­chen Vor­schrif­ten zum Daten­schutz aus­schließ­lich als Sicht­aus­weis. Zum Über­prü­fen der per­sön­li­chen Anga­ben sind die ent­spre­chen­den Fel­der, z. B. "Name" oder "Vor­na­men", vor­ge­se­hen. Auch beim neu­en Per­so­nal­aus­weis, der am 1. Novem­ber 2010 ein­ge­führt wur­de und über die frei­wil­lig nutz­ba­re Online-Aus­weis­funk­ti­on ver­fügt, wer­den der oder die Vor­na­men nicht aus dem maschi­nen­les­ba­ren Bereich, son­dern aus sepa­ra­ten Fel­dern für die Online-Aus­weis­funk­ti­on abge­ru­fen. Dort sind gene­rell alle Vor­na­men – eben­falls gleich­be­rech­tigt und bis zu einer maxi­ma­len Län­ge von 80 Zei­chen – abge­legt.

Die voll­stän­di­ge Dar­stel­lung aller Vor­na­men im maschi­nen­les­ba­ren Bereich ist auf­grund der begrenz­ten Zei­chen­an­zahl nicht in jedem Fall mög­lich. In der Ver­gan­gen­heit konn­te zwar auf Wunsch des Aus­weis­in­ha­bers der übli­cher­wei­se gebrauch­te Vor­na­me als "Ruf­na­me" in den maschi­nen­les­ba­ren Bereich über­nom­men wer­den, die­ses Ver­fah­ren hat jedoch zu einer unein­heit­li­chen Struk­tur geführt. Seit Okto­ber 2010 wird die Zusam­men­set­zung nach einem ein­heit­li­chen Ver­fah­ren fest­ge­legt, das auf die Emp­feh­lun­gen der inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­ti­on für zivi­le Luft­fahrt zurück­geht. Aus den glei­chen Grün­den sind im maschi­nen­les­ba­ren Bereich auch kei­ne Umlau­te ent­hal­ten, son­dern deren Umschrei­bun­gen. Auf die­se Wei­se kön­nen Kom­pli­ka­tio­nen im Rah­men von Grenz­kon­trol­len auf­grund unter­schied­li­cher Schreib­wei­sen wei­test­ge­hend aus­ge­schlos­sen wer­den.