Wahl­wer­bung in der Innen­stadt

Das durch die Stadt Schwe­rin aus­ge­spro­che­ne Ver­bot von Wahl­wer­bung in Schwe­ri­ner Innen­stadt ist nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Schwe­rin unzu­läs­sig.

Wahl­wer­bung in der Innen­stadt

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Schwe­rin hat dem Eil­an­trag des Kreis­ver­ban­des Schwe­rin der FDP gegen das umfas­sen­de Ver­bot von Wer­bung zur Land­tags­wahl am 4. Sep­tem­ber 2011 in der Innen­stadt von Schwe­rin statt­ge­ge­ben.

Das Ver­wal­tugns­ge­richt hob die Bedeu­tung von Wah­len für einen demo­kra­ti­schen Staat und dem damit ver­bun­de­nen grund­ge­setz­li­chen Anspruch der poli­ti­schen Par­tei­en auf Wahl­wer­bung her­vor. Zwar bestehe grund­sätz­lich die Mög­lich­keit, Wahl­wer­bung im öffent­li­chen Stra­ßen­raum ein­zu­schrän­ken. Die von der Stadt Schwe­rin dafür ange­führ­ten Grün­de, ins­be­son­de­re sol­che des Tou­ris­mus, recht­fer­ti­gen nach Ansicht der Rich­ter jedoch nicht das ver­häng­te umfas­sen­de Wahl­wer­be­ver­bot.

Scha­de eigent­lich. Wie­so die – gelin­de gesagt nichts­sa­gen­den – Wahl­pla­ka­te aller­dings für eine Wahl­ent­schei­dung erfor­der­lich sind, muss zuerst auch mal jemand erklä­ren.

Ver­wal­tungs­ge­richt Schwe­rin, Beschluss vom 22. Juli 2011 – 7 B 317/​11