War­nung vor E‑Zigaretten

Die War­nung vor E-Ziga­ret­ten durch die Gesund­heits­mi­nis­te­rin von Nord­rhein-West­fa­len ist nach einer Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Düs­sel­dorf wei­ter­hin erlaubt.

War­nung vor E‑Zigaretten

Das Minis­te­ri­um für Gesund­heit, Eman­zi­pa­ti­on, Pfle­ge und Alter des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len hat­te in einer Pres­se­mel­dung vom 16. Dezem­ber 2011 unter der Über­schrift "Minis­te­rin Stef­fens warnt vor Ver­kauf von ille­ga­len E‑Zigaretten: Geschäfts­grün­dun­gen sind ris­kant – Gesund­heits­schä­den zu befürch­ten" sowie in einem Erlass vom sel­ben Tage die Rechts­auf­fas­sung ver­tre­ten, niko­t­in­hal­ti­ge Liquids dürf­ten nur mit arz­nei­mit­tel­recht­li­cher Zulas­sung in den Ver­kehr gebracht wer­den, bei niko­tin­frei­en Liquids sei im Ein­zel­fall zu prü­fen, ob sie den arz­nei­mit­tel­recht­li­chen Vor­schrif­ten unter­lä­gen. Die Ziga­ret­ten selbst sei­en gege­be­nen­falls als Medi­zin­pro­duk­te in den Ver­kehr zu brin­gen.

Hier­ge­gen hat eine Pro­duk­ti­ons­fir­ma und Ver­trei­be­rin der E‑Zigaretten beim Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf den Antrag gestellt, dem Minis­te­ri­um bestimm­te Äuße­run­gen und War­nun­gen vor E‑Zigaretten im Wege der einst­wei­li­gen Anord­nung zu unter­sa­gen.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Düs­sel­dorf ver­sto­ßen die­se Äuße­run­gen nicht gegen die Berufs­frei­heit der Antrag­stel­le­rin. Das Minis­te­ri­um sei für den Bereich des Arz­nei­mit­tel- und Medi­zin­pro­dukte­rechts zustän­dig und damit grund­sätz­lich befugt, öffent­lich­keits­wirk­sa­me Infor­ma­tio­nen ins­be­son­de­re über neue Ent­wick­lun­gen in die­sem Bereich zu ver­brei­ten. Um eine sol­che Ent­wick­lung han­de­le es sich auch bei den E‑Zigaretten zur Auf­nah­me von Niko­tin aus niko­t­in­hal­ti­gen Liquids. Die Ein­schät­zung des Minis­te­ri­ums, bei den E‑Zigaretten han­de­le es sich um Arz­nei­mit­tel im Sin­ne des Arz­nei­mit­tel­ge­set­zes, sei ver­tret­bar.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Beschluss vom 16. Janu­ar 2012 – 16 L 2043/​11