Wenn die nächst­ge­le­ge­ne Schu­le eine Schul­uni­form vor­schreibt

Die Ver­pflich­tung zum Tra­gen einer ein­heit­li­chen Schul­klei­dung stellt kei­ne hin­rei­chen­de päd­ago­gi­sche Eigen­heit dar, die eine Finan­zie­rung der Schü­ler­be­för­de­rung zu einer wei­ter ent­fern­ten Schu­le der glei­chen Schul­art recht­fer­tigt.

Wenn die nächst­ge­le­ge­ne Schu­le eine Schul­uni­form vor­schreibt

So der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in dem hier vor­lie­gen­den Streit bezüg­lich der Kos­ten­über­nah­me zu einer wei­ter ent­fern­ten Pri­vat­schu­le. In der dem Wohn­ort der Klä­ge­rin nächst­ge­le­ge­nen Schu­le besteht eine Ver­pflich­tung zum Tra­gen einer ein­heit­li­chen Ober­be­klei­dung mit Schul­lo­go. Des­halb begehr­te sie die Über­nah­me der Schul­weg­kos­ten zu einer wei­ter ent­fern­ten Pri­vat­schu­le. Nach­dem die Kla­ge vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Regens­burg kei­nen Erfolg gehabt hat, ist Beru­fung ein­ge­legt wor­den.

In sei­ner Urteils­be­grün­dung hat der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof auf eine Vor­schrift der Schü­ler­be­för­de­rungs­ver­ord­nung ver­wie­sen, wonach die Beför­de­rung zu einer ande­ren als der nächst­ge­le­ge­nen Schu­le über­nom­men wer­den soll, wenn die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die wei­ter ent­fern­te Schu­le wegen ihrer päd­ago­gi­schen oder welt­an­schau­li­chen Eigen­hei­ten besu­chen. Die Ver­pflich­tung zum Tra­gen einer ein­heit­li­chen Ober­be­klei­dung mit Schul­lo­go stellt kei­ne hin­rei­chen­de päd­ago­gi­sche Eigen­heit dar, die einen Anspruch auf Über­nah­me der Schul­weg­kos­ten zu einer wei­ter ent­fern­ten Pri­vat­schu­le begrün­det.

Baye­ri­scher Ver­wal­tungs­ge­richts­hof, Urteil vom 19. Febru­ar 2013 – 7 B 12.2441