Zusam­men­set­zung eines gemeind­li­chen Schul­aus­schus­ses

Bediens­te­te einer Kom­mu­ne kön­nen nicht Mit­glie­der eines bei ihr gebil­de­ten Schul­aus­schus­ses wer­den.

Zusam­men­set­zung eines gemeind­li­chen Schul­aus­schus­ses

Die Rege­lun­gen über die Zusam­men­set­zung kom­mu­na­ler Schul­aus­schüs­se in § 110 NSchG sind nicht abschlie­ßend.

Beru­fungs­hin­der­nis­se nach §§ 47 Abs. 7 Satz 1 NLO, 51 Abs. 7 Satz 1 NGO betref­fen die per­so­nel­le Zusam­men­set­zung bera­ten­der Aus­schüs­se der Räte der Gemein­den und der Kreis­ta­ge. Sie stel­len des­halb kei­ne Ver­fah­rens­re­ge­lun­gen über die Beru­fung der Mit­glie­der die­ser Aus­schüs­se dar.

Die Beru­fungs­ver­fah­rens­ver­ord­nung kann nach § 110 Abs. 4 Satz 3 NSchG allein das Ver­fah­ren über die Beru­fung der Mit­glie­der kom­mu­na­ler Schul­aus­schüs­se regeln; sie kann des­halb nicht (wirk­sam) die Zusam­men­set­zung kom­mu­na­ler Schul­aus­schüs­se bestim­men.

Wird dem Vor­schlag der Eltern­ver­tre­tung (hier Kreis­eltern­rat) zur Beset­zung des kom­mu­na­len Schul­aus­schus­ses mit einer Ver­tre­te­rin oder einem Ver­tre­ter der Grup­pe der Eltern nicht ent­spro­chen, kann die Eltern­ver­tre­tung ihr Recht allein nach den Grund­sät­zen eines Kom­mu­nal­ver­fas­sungs­streit­ver­fah­rens gericht­lich gel­tend machen, weil es sich um eine Strei­tig­keit im Innen­rechts­kreis der Kom­mu­ne han­delt. Die Betei­lig­ten­fä­hig­keit und die Kla­ge­be­fug­nis der Eltern­ver­tre­tung kann aus §§ 110 Abs. 4 Sät­ze 1 und 2 NSchG abge­lei­tet wer­den.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 15. Febru­ar 2011 – 10 LB 79/​10