Zweck und Tätig­keit eines Ver­eins und das Ver­eins­ver­bot

Lau­fen Zweck und Tätig­keit eines Ver­eins den Straf­ge­set­zen zuwi­der – was sich durch zahl­rei­che Straf­ta­ten ihrer Mit­glie­der und Anhän­ger zeigt -, ist ein Ver­bot des Ver­eins rech­tens.

Zweck und Tätig­keit eines Ver­eins und das Ver­eins­ver­bot

So hat der Hes­si­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in den hier vor­lie­gen­den Fäl­len der Ver­ein­ver­bo­te der Hells Angels MC Char­ter Frank­furt und Char­ter Westend in Frank­furt am Main ent­schie­den. Die Mit­glie­der die­ser bei­den Ver­ei­ne haben sich gegen zwei Ver­fü­gun­gen des Hes­si­schen Minis­te­ri­ums des Inne­ren und für Sport vom 29. Sep­tem­ber 2011 gewandt, mit der fest­ge­stellt wur­de, dass der Zweck der nicht rechts­fä­hi­gen Ver­ei­ne den Straf­ge­set­zen zuwi­der läuft und die Ver­ei­ne des­halb ver­bo­ten sind.

Vom Hes­si­chen Ver­wal­tungs­ge­richts­hof ist aus­führ­lich auf sämt­li­che vom Innen­mi­nis­te­ri­um zur Begrün­dung der Ver­bots­ver­fü­gun­gen genann­ten Straf­ta­ten bzw. straf­recht­li­chen Ver­ur­tei­lun­gen eini­ger Mit­glie­der der ver­bo­te­nen Ver­ei­ne ein­ge­gan­gen wor­den. Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs sei die Ver­bots­ver­fü­gung des Minis­te­ri­ums recht­mä­ßig ergan­gen. Die Rocker­clubs sei­en nach Art. 9 Abs 2 GG ver­bo­ten.

Die Kla­gen sind abge­wie­sen wor­den.

Hes­si­scher Ver­wal­tungs­ge­richts­hof, Urtei­le vom 21. Febru­ar 2013 – 8 C 2118/​11 (Char­ter Frank­furt); 8 A 2134/​11 (Char­ter Westend)