0193-Dia­ler

Unter der für Online­diens­te reser­vier­ten Vor­wahl 0193 darf kein Dia­ler betrie­ben wer­den. Eine ent­spre­chen­de Unter­sa­gungs­ver­fü­gung der Bun­des­netz­agen­tur wur­de jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Köln bestä­tigt. Der­ar­ti­ge Dia­ler müs­sen zwin­gend unter der Vor­wahl 0900 betrie­ben wer­den.

0193-Dia­ler

Das Gericht sah in der miss­bräuch­li­chen Nut­zung der 0193 Vor­wahl eine Umge­hung der Vor­schrift des § 43b TKG:

Bei einer der­ar­ti­gen Umge­hung des Geset­zes muss § 43c Abs. 1 Satz 4 TKG ana­log ange­wen­det wer­den. Denn der Gesetz­ge­ber woll­te bei der Ein­füh­rung der der §§ 43b und 43c TKG aus­drück­lich den Miss­brauch von auto­ma­ti­schen Ein­wahl­pro­gram­men bekämp­fen, bei denen neben der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­dienst­leis­tung eine wei­te­re Dienst­leis­tung erbracht wird, die schnell und ein­fach über die Tele­fon­rech­nung abge­rech­net wer­den kann.

Ver­wal­tungs­ge­richt Köln, Urteil vom 4. August 2006 – 11 K 3833/​05