Ände­rung der Ver­ga­be­ver­ord­nung

Das Bun­des­ka­bi­nett hat die­se Woche den Ände­rungs­wün­schen des Bun­des­ra­tes vom 26. März 2010 zu der vom Bun­des­mi­nis­ter für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie erar­bei­te­ten Ver­ord­nung zur Anpas­sung der Ver­ord­nung über die Ver­ga­be öffent­li­cher Auf­trä­ge (Ver­ga­be­ver­ord­nung – VgV) sowie der Ver­ord­nung über die Ver­ga­be von Auf­trä­gen im Bereich des Ver­kehrs, der Trink­was­ser­ver­sor­gung und der Ener­gie­ver­sor­gung (Sek­to­ren­ver­ord­nung – SektVO) zuge­stimmt. Die Ände­rungs­wün­sche betra­fen im wesent­li­chen for­mel­le Ände­run­gen.

Ände­rung der Ver­ga­be­ver­ord­nung

Mit der Ver­ga­be­ver­ord­nung sind die von den Ver­ga­be- und Ver­trags­aus­schüs­sen novel­lier­ten Ver­ga­be- und Ver­trags­ord­nun­gen für Bau‑, Lie­fer-/Dienst­leis­tun­gen sowie frei­be­ruf­li­che Dienst­leis­tun­gen (VOB, VOL, VOF) nun end­gül­tig ver­ab­schie­det. Sie müs­sen nun noch im Bun­des­ge­setz­blatt ver­öf­fent­licht wer­den und tre­ten am Tag nach der Ver­öf­fent­li­chung in Kraft.

Zukünf­tig wird es wesent­li­che Ver­fah­rens­er­leich­te­run­gen bei den Eig­nungs­nach­wei­sen geben, die bei der Ver­ga­be öffent­li­cher Auf­trä­ge von den Unter­neh­men erbracht wer­den müs­sen. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie geht davon aus, dass die­se Erleich­te­run­gen bei etwa 80 Pro­zent aller Ver­ga­be­ver­fah­ren für Lie­fer- und Dienst­leis­tun­gen grei­fen wer­den. Damit ent­steht ein Redu­zie­rungs­po­ten­zi­al von etwa 40 Pro­zent der bis­he­ri­ge Büro­kra­tie­kos­ten. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie erwar­tet eine Ver­min­de­rung der Büro­kra­tiel­as­ten um mehr als 250 Mio. Euro.

Aus­schrei­bun­gen von Bund, Län­dern und Kom­mu­nen wer­den künf­tig über die Ver­ga­be­platt­form des Bun­des ver­öf­fent­licht. Das soll den Recher­che­auf­wand der Unter­neh­men für Aus­schrei­bun­gen erheb­lich redu­zie­ren.

Der Ver­ord­nungs­ent­wurf setzt auch ver­ga­be­rechts­re­le­van­te Bestim­mun­gen der EG-Ener­gie­dienst­leis­tungs­richt­li­nie um. Öffent­li­chen Auf­trag­ge­bern wird dadurch aus­drück­lich ermög­licht, bestimm­te Ener­gie­ef­fi­zi­enz­kri­te­ri­en bei ihren Ein­käu­fen zu berück­sich­ti­gen.