Ände­run­gen beim Meis­ter-BAföG

Der Bun­des­tag hat heu­te das Zwei­te Gesetz zur Ände­rung des Auf­stiegs­fort­bil­dungs­för­de­rungs­ge­set­zes (AFBG bzw. Meis­ter-BAföG) ver­ab­schie­det. Die Novel­le sieht zahl­rei­che Ver­bes­se­run­gen vor:

Ände­run­gen beim Meis­ter-BAföG

So wird künf­tig nicht mehr nur die ers­te, son­dern auch eine Auf­stiegs­fort­bil­dung geför­dert. Zudem wird eine Leis­tungs­kom­po­nen­te ein­ge­baut: Alle, die eine Fort­bil­dung bestan­den haben, erhal­ten künf­tig einen Dar­le­hens­tei­ler­lass in Höhe von 25 Pro­zent. Damit soll die Moti­va­ti­on, eine Fort­bil­dung erfolg­reich abzu­schlie­ßen, erhöht wer­den.

Auch Fort­bil­dungs­wil­li­ge mit Kin­dern wer­den in Zukunft noch stär­ker finan­zi­ell unter­stützt. Der Kin­der­zu­schlag wird von der­zeit 179 € pro Monat auf zukünf­tig monat­lich 210 € ange­ho­ben und zu 50 Pro­zent bezu­schusst, statt wie bis­her nur als Dar­le­hen gewährt. Zugleich wird es einen Kin­der­be­treu­ungs­zu­schlag von 113 € pro Kind und Monat als Zuschuss für Allein­er­zie­hen­de geben. Dar­über hin­aus sol­len der Unter­halts­bei­trag und der Kin­der­be­treu­ungs­zu­schlag auch wäh­rend der neu ein­ge­führ­ten Prü­fungs­vor­be­rei­tungs­pha­se für bis zu wei­te­re drei Mona­te als Dar­le­hen gewährt wer­den.

Exis­tenz­grün­dun­gen nach der Fort­bil­dung und die Schaf­fung von Aus­bil­dungs- und Arbeits­plät­zen wer­den fort­an noch stär­ker hono­riert, indem bei der dau­er­haf­ten Ein­stel­lung eines neu­en Mit­ar­bei­ters oder Aus­zu­bil­den­den ein Dar­le­hens­tei­ler­lass in Höhe von 33% gewährt wird.

Auf­stiegs­fort­bil­dun­gen in den Pfle­ge­be­ru­fen und der Alten­pfle­ge wer­den künf­tig auch in den Län­dern, in denen kei­ne lan­des­recht­li­chen Rege­lun­gen exis­tie­ren, för­der­fä­hig sein, um dem wach­sen­den Fach­kräf­te­be­darf im Pfle­ge­be­reich Rech­nung zu tra­gen. Auch Auf­stiegs­fort­bil­dun­gen für Erzie­her wer­den nach dem AFBG geför­dert, damit vor allem die früh­kind­li­che Erzie­hung ver­bes­sert wer­den kann.

Die För­der­mög­lich­kei­ten für fort­bil­dungs­wil­li­ge Migran­ten mit einer Blei­be­per­spek­ti­ve in Deutsch­land wer­den eben­falls ver­bes­sert. Vor allem müs­sen sie nicht mehr wie bis­her vor der Fort­bil­dung min­des­tens drei Jah­re lang berufs­tä­tig gewe­sen sein.