Arbeits­ver­hält­nis­se beim Ende einer Tank­stel­len­pacht

Die for­mu­lar­mä­ßi­ge Ver­pflich­tung eines Tank­stel­len­päch­ters, bei Been­di­gung des Tank­stel­len­ver­tra­ges die mit Fami­li­en­mit­glie­dern ein­ge­gan­ge­nen Arbeits­ver­hält­nis­se auf sei­ne Kos­ten zu been­den, oder andern­falls den Ver­päch­ter oder den Nach­fol­ge­be­trei­ber von allen dar­aus ent­ste­hen­den Kos­ten frei­zu­hal­ten bzw. ent­stan­de­ne Kos­ten zu erstat­ten, ist unan­ge­mes­sen benach­tei­li­gend und daher unwirk­sam (§ 307 Abs. 1 Satz 1 BGB).

Arbeits­ver­hält­nis­se beim Ende einer Tank­stel­len­pacht

Die vor­ge­nann­te Ver­pflich­tung, Arbeits­ver­hält­nis­se mit Fami­li­en­mit­glie­dern zu been­den, ist – soweit damit die Kün­di­gung der Arbeits­ver­hält­nis­se ver­langt wird – mit § 613a Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Abs. 4 Satz 1 BGB nicht ver­ein­bar.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 23. März 2006 – III ZR 102/​05