Bäder­re­ge­lung Meck­len­burg-Vor­pom­mern

In Meck­len­burg-Vor­pom­mern soll zum Monats­en­de eine neue Bäder­ver­kaufs­ver­ord­nung erlas­sen wer­den. Die Ver­ord­nung regelt die Mög­lich­kei­ten zur Laden­öff­nung in Kur- und Erho­lungs­or­ten, tou­ris­ti­schen Schwer­punkt­ge­bie­ten und den Innen­städ­ten von Ros­tock, Schwe­rin, Greifs­wald und Neu­bran­den­burg sowie der Welt­kul­tur­er­be­städ­te Wis­mar und Stral­sund. Die neue Bäder­ver­kaufs­ord­nung ist not­wen­dig gewor­den, nach­dem das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Greif­wald die bis­he­ri­ge Bäder­ver­kaufs­ver­ord­nung mit Urteil vom 7. April 2010 für unwirk­sam erklärt hat. Das Gericht hat­te vor allem moniert, dass die Bäder­re­ge­lung den Aus­nah­me­cha­rak­ter von Ein­käu­fen an Sonn­ta­gen nicht ange­mes­sen berück­sich­tigt. Die neue Fas­sung soll nun die­se Ent­schei­dung grund­ge­setz­kon­form umset­zen.

Bäder­re­ge­lung Meck­len­burg-Vor­pom­mern

Die Öff­nungs­zei­ten wer­den in der neu­en Bäder­ver­kaufs­ver­ord­nung am Sonn­tag auf 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr fest­ge­setzt und damit um zwei Stun­den redu­ziert. In 96 Orten und Orts­tei­len (vor­her 149) kön­nen Geschäf­te zwi­schen dem letz­ten Sonn­tag im März und Ende Okto­ber mit Aus­nah­me der Fei­er­ta­ge öff­nen.

Bau­märk­te, Möbel- und Auto­häu­ser blei­ben sonn­tags lan­des­weit geschlos­sen. In den Kur- und Erho­lungs­or­ten sowie den tou­ris­ti­schen Schwer­punkt­ge­bie­ten wer­den zudem die Sor­ti­men­te auf den regio­nal typi­schen tou­ris­ti­schen Bedarf ein­ge­schränkt. Anbie­ter soge­nann­ter wei­ßer und brau­ner Ware, also Haus­ge­rä­te, Kühl­schrän­ke oder Hifi-Tech­nik und TV-Gerä­te sind aus­ge­schlos­sen, eben­so Geschäf­te mit einer Ver­kaufs­flä­che von mehr als 1.500 Qua­drat­me­tern.

Die Welt­kul­tur­er­be­städ­te Wis­mar und Stral­sund kön­nen bis zu 20 Sonn­ta­ge im Jahr, die Zen­tren der ande­ren kreis­frei­en Städ­te bis zu 10 Sonn­ta­ge öff­nen. Hier­bei gilt aber der Grund­satz, dass der gewerb­li­che Ver­kauf höchs­tens an zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den Sonn­ta­gen erfol­gen darf.

Im Übri­gen zeich­nen sich die Gel­tungs­be­rei­che der Bäder­ver­kaufs­ord­nung unter ande­rem durch fol­gen­de Eigen­schaf­ten aus:

  1. Das Erschei­nungs­bild des Ortes ist vom Tou­ris­mus geprägt,
  2. beson­de­re tou­ris­ti­sche Sehens­wür­dig­kei­ten,
  3. her­aus­ra­gen­de kul­tu­rel­le Ein­rich­tun­gen,
  4. beson­ders attrak­ti­ve Frei­zeit­ein­rich­tun­gen,
  5. erheb­li­che gewerb­li­che Bet­ten­ka­pa­zi­tät und Über­nach­tungs­vo­lu­men, das die Ein­woh­ner­zahl um ein Viel­fa­ches über­steigt,
  6. eine erheb­li­che Anzahl tou­ris­tisch beding­ter Tages­aus­flü­ge und
  7. vom tou­ris­mus­ty­pi­schen Ein­zel­han­del her­aus­ra­gend geprägt.

Die Bäder­ver­kaufs­ver­ord­nung soll Ende Juli im Amts­blatt ver­öf­fent­licht und zum 1. August wirk­sam wer­den. Sie fußt auf § 10 des Geset­zes über die Laden­öff­nungs­zei­ten für das Land Meck­len­burg-Vor­pom­mern.