Beleh­rungs­pflicht des Anwalts beim Ver­gleichs­schluss

Die Pflicht eines Rechts­an­walts, sei­nen Man­dan­ten über den Inhalt eines mög­li­chen Ver­gleichs auf­zu­klä­ren, dient auch dem Schutz der ohne den Ver­gleich bestehen­den Rechts­po­si­ti­on des Man­dan­ten.

Beleh­rungs­pflicht des Anwalts beim Ver­gleichs­schluss

Schließt der Man­dant einen Ver­gleich, weil ihn sein Rechts­an­walt über des­sen Inhalt unzu­rei­chend auf­ge­klärt hat, so kann sein Anspruch auf Scha­dens­er­satz nicht unter dem Gesichts­punkt des Schutz­zwecks der ver­letz­ten Pflicht auf die Dif­fe­renz zu der Ver­mö­gens­la­ge beschränkt wer­den, die er – nicht aber die Gegen­par­tei – als Inhalt des Ver­gleichs akzep­tiert hät­te.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 15. Janu­ar 2009 – IX ZR 166/​07