Bestat­ter­meis­ter

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie hat nun auch für das Bestat­tungs­ge­wer­be eine Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung 1 erlas­sen.

Bestat­ter­meis­ter

Mit der Hand­werks­no­vel­le 2003 wur­de das Bestat­tungs­ge­wer­be als hand­werks­ähn­li­ches Gewer­be in der Anla­ge B zur Hand­werks­ord­nung aus­ge­wie­sen. Das bedeu­tet, dass die Meis­ter­prü­fung kei­ne zwin­gen­de Vor­aus­set­zung für die selb­stän­di­ge Aus­übung des Gewer­bes ist. Eine frei­wil­li­ge Meis­ter­prü­fung ist aber auch in hand­werks­ähn­li­chen Gewer­ben mög­lich, hat recht­lich jedoch "nur" die Bedeu­tung eines "Güte­sie­gels".

In den Meis­ter­prü­fun­gen für hand­werks­ähn­li­che Gewer­be wer­den die glei­chen Anfor­de­run­gen gestellt wie für zulas­sungs­pflich­ti­ge Hand­wer­ke, bei denen die Meis­ter­prü­fung für die selb­stän­di­ge Aus­übung obli­ga­to­risch ist – es gibt kei­ne Niveau­un­ter­schie­de. Ein beson­de­res Augen­merk bei der Erar­bei­tung der Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung für das Bestat­tungs­ge­wer­be galt dem Teil I der Meis­ter­prü­fung. Auf Grund des brei­ten, teil­wei­se auch sehr sen­si­blen Tätigkeits­spektrums, wur­de das Meis­ter­prü­fungs­pro­jekt so gestal­tet, dass der Prüf­ling mit der bestan­de­nen Meis­ter­prü­fung den Nach­weis erbracht hat, dass er die Kom­ple­xi­tät und das Know-how für die Aus­übung die­ses Gewer­bes beherrscht.

Die Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung vom 15. Sep­tem­ber 2009 2 tritt zum 1. Janu­ar 2010 in Kraft.

  1. Ver­ord­nung über das Meis­ter­prü­fungs­be­rufs­bild und über die Prü­fungs­an­for­de­run­gen in den Tei­len I und II der Meis­ter­prü­fung im Bestat­tungs­ge­wer­be[]
  2. BGBl. I, S. 3036[]
  3. AG Eus­kir­chen, Urteil vom 19.03.2013 – 17 C 160/​12[]