Bogner B ./​. Bar­bie B

Ein­zel­buch­sta­ben sind regel­mä­ßig von Haus aus nor­mal kenn­zeich­nungs­kräf­tig, wenn sie über nicht zu ver­nach­läs­si­gen­de gra­phi­sche Gestal­tun­gen ver­fü­gen und kei­ne Anhalts­punk­te für eine vom Durch­schnitt abwei­chen­de Kenn­zeich­nungs­kraft vor­lie­gen.

Bogner B ./​. Bar­bie B

Eine Zei­chen­ähn­lich­keit im Klang zwi­schen Kol­li­si­ons­zei­chen, die aus Ein­zel­buch­sta­ben bestehen, schei­det im All­ge­mei­nen aus, wenn der Ver­kehr nicht dar­an gewöhnt ist, aus einem Ein­zel­buch­sta­ben gebil­de­te Mar­ken mit dem Laut­wert des Ein­zel­buch­sta­bens ohne wei­te­re Zusät­ze zu benen­nen.

Bestehen die kol­li­die­ren­den Zei­chen jeweils aus einem ein­zel­nen Buch­sta­ben, haben bild­li­che Zei­chen­un­ter­schie­de bei der Beur­tei­lung der visu­el­len Zei­chen­ähn­lich­keit ein wesent­lich grö­ße­res Gewicht als bei nor­ma­len Wort­zei­chen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 2. Febru­ar 2012 – I ZR 50/​11