Chan­ce betrieb­li­che Aus­bil­dung" – für schlech­te Schü­ler

Mit einem Zuschuss von 3.000 € sol­len in Nie­der­sach­sen klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men moti­viert wer­den, ver­stärkt auch Bewer­ber mit schwie­ri­gen Aus­gangs­be­din­gun­gen bei der Beset­zung frei­er Aus­bil­dungs­plät­ze zu berück­sich­ti­gen. Mit den jetzt beschlos­se­nen neu­en För­der­pro­gramm "Chan­ce betrieb­li­che Aus­bil­dung" sol­len gezielt die Aus­bil­dungs­chan­cen von Jugend­li­chen auch mit schlech­te­ren Schul­ab­schlüs­sen geför­dert wer­den.

<span class="dquo">„</span>Chan­ce betrieb­li­che Aus­bil­dung" – für schlech­te Schü­ler

Geför­dert wer­den betrieb­li­che Aus­bil­dungs­plät­ze, die mit Bewer­bern besetzt wer­den, die

  • die all­ge­mein bil­den­de Schu­le ohne Abschluss ver­las­sen haben,
  • einen För­der­schul­ab­schluss haben oder zum Zeit­punkt der Antrag­stel­lung eine För­der­schu­le besu­chen,
  • als höchs­ten Schul­ab­schluss einen schlech­ten Haupt­schul­ab­schluss erwor­ben haben oder bei denen das letz­te Schul­zeug­nis einen schlech­ten Haupt­schul­ab­schluss erwar­ten lässt.

Fer­ner wer­den zusätz­lich geschaf­fe­ne betrieb­li­che Aus­bil­dungs­plät­ze geför­dert, die mit Bewer­bern besetzt wer­den, die

  • als höchs­ten Schul­ab­schluss einen schlech­ten Sekun­darab­schluss I (Real­schul­ab­schluss) erwor­ben haben oder bei denen das letz­te Schul­zeug­nis einen schlech­ten Sekun­darab­schluss I (Real­schul­ab­schluss) erwar­ten lässt.

Ein betrieb­li­che Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se gilt dann als zusätz­lich geschaf­fen, wenn der Aus­bil­dungs­be­trieb bis­her nicht aus­ge­bil­det hat oder mit Beginn des zu för­dern­den Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­ses mehr Aus­zu­bil­den­de beschäf­tigt wer­den als im Durch­schnitt der letz­ten drei Jah­re jeweils am Jah­res­en­de beschäf­tigt waren.

Ein Schul­ab­schluss gilt dann als schlech­ter Schul­ab­schluss, wenn ent­we­der

  • der Noten­durch­schnitt aller erteil­ten Fächer bei 3,5 oder schlech­ter liegt oder
  • die Leis­tun­gen in den Fächern Deutsch oder Mathe­ma­tik mit der Note aus­rei­chend oder schlech­ter beur­teilt wur­den.

Kei­ne För­de­rung gibt es für Jugend­li­che, die

  • zum Zeit­punkt der Antrag­stel­lung ihren Wohn­sitz nicht in Nie­der­sach­sen haben,
  • bereits über eine abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung in einem aner­kann­ten Aus­bil­dungs­be­ruf ver­fü­gen oder
  • im Aus­bil­dungs­be­trieb bereits eine geför­der­te Ein­stiegs­qua­li­fi­zie­rung (EQ) absol­viert haben.

Von der För­de­rung aus­ge­schlos­sen sind Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se,

  • in denen eine Aus­bil­dungs­ver­gü­tung von weni­ger als 350,00 € brut­to pro Monat gezahlt wird,
  • die erst nach dem 1. März 2013 begin­nen,
  • für die aus ande­ren Bundes‑, Lan­des- oder kom­mu­na­len Pro­gram­men mit öffent­li­chen Mit­teln Lohn­kos­ten­zu­schüs­se gezahlt wer­den oder
  • die zwi­schen Ehe­gat­ten, Lebens­part­nern, Eltern und Kin­dern geschlos­sen wer­den.

Zustän­dig für die die Abwick­lung des För­der­pro­gramms ist die Inves­ti­ti­ons- und För­der­bank Nie­der­sach­sen (NBank), bei der auch die För­der­an­trä­ge zu stel­len sind.

Wenn Sie sich für eine sol­che För­de­rung inter­es­sie­ren, müs­sen Sie beach­ten, dass der Aus­bil­dungs­ver­trag bei Antrag­stel­lung noch nicht unter­schrie­ben sein darf. Auch nach der Antrag­stel­lung muss die Geneh­mi­gung eines vor­zei­ti­gen Maß­nah­me­be­ginns durch die NBank vor­lie­gen, bevor der Ver­trag unter­schrie­ben wer­den darf.

Spä­tes­tens mit dem Beginn der Aus­bil­dung sind dann

  • das Schul­ab­schluss­zeug­nis oder ein geeig­ne­ter Nach­weis der Zuge­hö­rig­keit des Jugend­li­chen zur Ziel­grup­pe sowie
  • der unter­schrie­be­ne und mit dem Ein­tra­gungs­ver­merk der zustän­di­gen Stel­le ver­se­he­ne Aus­bil­dungs­ver­trag und
  • ggfs. eine Beschei­ni­gung der zustän­di­gen Kam­mer über die Zusätz­lich­keit des Aus­bil­dungs­plat­zes

vor­zu­le­gen.