Cyber­kri­mi­na­li­tät – und wie man gegen sie ange­hen soll­te

Ob als Pri­vat­per­son oder als Geschäfts­mann – jeder ist sich bewusst, dass man bei der Nut­zung des Inter­nets Vor­sichts­maß­nah­men wal­ten las­sen muss, um nicht ein Opfer von Cyber­kri­mi­na­li­tät zu wer­den. Doch was ist in die­se spe­zi­el­le Form einer Straf­tat genau ein­zu­ord­nen und wel­che Mög­lich­kei­ten gibt es, sich vor Angrif­fen im Inter­net zu schüt­zen? Und viel wich­ti­ger noch: wie soll­te man vor­ge­hen, wenn man den Ver­dacht hat, dass sich jemand Zugang zu gesi­cher­ten Daten ver­schafft hat?

Cyber­kri­mi­na­li­tät – und wie man gegen sie ange­hen soll­te

Die Cyber­kri­mi­na­li­tät gestal­tet sich als eine viel­schich­ti­ge Ange­le­gen­heit, die nicht immer ein­deu­tig erkenn­bar ist. Es könn­te sich bereits als straf­bar erwei­sen, Musik­da­tei­en aus­zu­tau­schen oder ohne Anmel­dung in einem dafür vor­ge­se­he­nen Netz­werk Spiel­fil­me bzw. TV-Seri­en zu strea­men. Daher sind sich oft­mals vie­le Men­schen gar nicht bewusst, dass sie sich an der Gren­ze zu ille­ga­len Akti­vi­tä­ten im Inter­net bewe­gen. Allein die­ser Tat­be­stand zeigt auf, wie sim­pel sich die Cyber­kri­mi­na­li­tät gestal­ten kann. Daher soll­te man auch von Anfang an dar­auf ach­ten, dass man sein eige­nes W‑LAN aus­rei­chend absi­chert, damit nie­mand Drit­tes inner­halb des offe­nen Netz­wer­kes den Dienst von Web­sei­ten nutzt, die gegen die Richt­li­ni­en der Online-Welt ver­sto­ßen. Gera­de wer sein W‑LAN inner­halb eines öffent­li­chen Berei­ches, wie einem Café oder einem Ein­zel­han­dels-Shop, auch ande­ren Nut­zern zur Ver­fü­gung stel­len möch­te, soll­te sich mit Haf­tungs­fra­gen ver­traut machen.

Die eigent­li­che Cyber­kri­mi­na­li­tät, vor der sich Pri­vat­per­so­nen und Unter­neh­men beson­ders fürch­ten, ent­steht in Form von der Ver­brei­tung eines Com­pu­ter­vi­rus, dem Aus­spä­hen von sen­si­blen Daten und dem Miss­brauch von wich­ti­gen Details, wie Kre­dit­kar­ten- oder Bank­kon­to-Infor­ma­tio­nen. Tat­säch­lich bleibt es dafür uner­läss­lich, auf jedem Gerät, das man für Inter­net-Ser­vices ver­wen­det, eine Anti­vi­ren-Soft­ware zu instal­lie­ren. Die­se kann man bei eini­gen Anbie­tern in einer ein­fa­chen Vari­an­te sogar kos­ten­los erhal­ten. Da immer mehr Men­schen ihr Smart­pho­ne für die Erle­di­gung von all­täg­li­chen Auf­ga­ben im Inter­net benut­zen, darf man nicht ver­ges­sen, auch das Mobil­te­le­fon mit einer ent­spre­chen­den Soft­ware zu ver­se­hen. Wer sich dem Mobi­le Ban­king anschlie­ßen möch­te, um Über­wei­sun­gen und ähn­li­che Funk­tio­nen online vor­zu­neh­men, der soll­te sich in jedem Fall die jewei­li­ge App sei­ner Haus­bank auf sein Tele­fon spie­len und regel­mä­ßig Updates durch­füh­ren. Die Phis­hing-Emails von Inter­net-Betrü­gern wir­ken heut­zu­ta­ge immer pro­fes­sio­nel­ler und las­sen den Anschein erwe­cken, dass die­se von der Haus­bank oder ande­ren genutz­ten Ser­vice-Pro­vi­dern abstam­men. Daher soll­te man E‑Mail-Anla­gen und Links nur öff­nen, wenn man sich von der Echt­heit des Absen­ders über­zeu­gen konn­te.

Doch was pas­siert, wenn man trotzt aller ergrif­fe­nen Vor­sichts­maß­nah­men von einem Com­pu­ter­vi­rus heim­ge­sucht wird? Manch­mal erkennt man nicht unmit­tel­bar, dass das Betriebs­sys­tem befal­len ist oder Daten aus­spio­niert wur­den. Dafür emp­fiehlt es sich, in regel­mä­ßi­gen Abstän­den einen Virus­scan­ner und einen Mal­wa­re-Scan­ner nach­ein­an­der ein­zu­schal­ten, die die Fest­plat­te unter­su­chen. Im Ide­al­fall kann das Viren­pro­gramm den Virus iden­ti­fi­zie­ren und in Qua­ran­tä­ne ver­schie­ben. Falls es sich um einen ernst­haf­ten Virus­be­fall han­delt, soll­te man sei­nen Rech­ner von einem Sys­tem­ex­per­ten kon­trol­lie­ren las­sen. Damit man die Geschäfts­be­zie­hun­gen zu wich­ti­gen Kon­tak­ten nicht zusätz­lich in Gefahr bringt, soll­te man mit einer Ver­schlüs­se­lungs­soft­ware und gege­ben­falls einer digi­ta­len Signa­tur arbei­ten. Dadurch wird sicher­ge­stellt, dass unbe­rech­tig­te Drit­te kei­nen Zugriff auf den Inhalt von E‑Mails und ihren Anhän­gen erhal­ten. Aber auch hier gilt als obers­te Prio­ri­tät, die Pro­duk­te immer auf dem neu­es­ten Stand zu hal­ten. Denn nur wer sei­ne Pro­gram­me, Apps und Soft­ware­pro­duk­te stän­dig updatet, kann den Inter­net-Hackern einen Schritt vor­aus blei­ben.