Das Urhe­ber­recht und der Daten­bank­schutz

Geben Drit­te über eine Ein­ga­be­mas­ke Daten in eine Daten­bank ein, sind die Kos­ten für die Soft­ware, mit der die Daten für Zwe­cke der Daten­bank erfasst und dar­ge­stellt wer­den, eine Inves­ti­ti­on im Sin­ne des § 87a Abs. 1 Satz 1 UrhG zur Beschaf­fung und Dar­stel­lung der Daten­bank­ele­men­te und kei­ne Kos­ten der Daten­er­zeu­gung. Ent­spre­chen­des gilt für die Kos­ten der Über­prü­fung der von Drit­ten ein­ge­ge­be­nen Daten auf ihre Eig­nung für Zwe­cke der Daten­bank.

Das Urhe­ber­recht und der Daten­bank­schutz

Ein Anteil von zehn Pro­zent des Daten­vo­lu­mens der gesam­ten Daten­bank erfüllt nicht die Vor­aus­set­zun­gen, die an einen nach dem Umfang wesent­li­chen Teil der Daten­bank im Sin­ne des § 87b Abs. 1 Satz 1 UrhG zu stel­len sind.

Für die Über­nah­me eines nach der Art wesent­li­chen Teils der Daten­bank im Sin­ne von § 87b Abs. 1 Satz 1 UrhG ist es nicht erfor­der­lich, dass die­je­ni­gen Ele­men­te über­nom­men wer­den, die die Struk­tur der Daten­bank aus­ma­chen.

Für den Ein­griff in die Rech­te des Daten­bank­her­stel­lers nach § 87b Abs. 1 Satz 2 UrhG reicht es aus, dass die Ent­nah­me­hand­lun­gen dar­auf gerich­tet sind und im Fall ihrer Fort­set­zung dazu füh­ren wür­den, die Daten­bank ins­ge­samt oder einen nach Art oder Umfang wesent­li­chen Teil zu ver­viel­fäl­ti­gen, zu ver­brei­ten oder öffent­lich wie­der­zu­ge­ben.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 1. Dezem­ber 2010 – I ZR 196/​08 – Zwei­te Zahn­arzt­mei­nung II