Der ebay-Stroh­mann

Wird ein Kauf­mann wegen unse­riö­ser Geschäfts­prak­ti­ken vom wei­te­ren Han­del beim Inter­net­auk­ti­ons­haus Ebay aus­ge­schlos­sen und führt er sein ebay-Geschäft dann über einen Stroh­mann wei­ter, der die Waren nun unter sei­nem Namen wei­ter ver­treibt, um damit die Sper­re zu umge­hen, kann nach einem Urteil des Land­ge­richts Ber­lin auch die­ser Stroh­mann ohne wei­te­re Vor­war­nung von ebay aus­ge­schlos­sen wer­den.

Der ebay-Stroh­mann

Denn, so das Gericht, der Stroh­mann habe ebay bei sei­ner Anmel­dung über eine wesent­li­che Tat­sa­che getäuscht. Hät­te er bereits mit dem Antrag offen­bart, dass er die Waren an Stel­le des von ebay bereits gesperr­ten Händ­lers anbie­ten woll­te, wäre sei­ne Regis­trie­rung bei ebay nicht ohne wei­te­res mög­lich gewe­sen. Im Übri­gen bestehe auch kein Anspruch auf Zugang bei ebay, denn aus der Markt­füh­rer­schaft von Ebay las­se sich kei­ne markt­be­herr­schen­de Stel­lung ablei­ten, es gebe schließ­lich noch wei­te­re wei­te­re Auk­ti­ons­häu­ser im Inter­net.

Land­ge­richt Ber­lin – 14 O 482/​04