Der Jour­na­list – und sei­ne Fahrt­kos­ten

Fahrt­kos­ten, die einem Jour­na­lis­ten im Zusam­men­hang mit sei­ner Recher­che­tä­tig­keit ent­ste­hen, fal­len nicht in den Anwen­dungs­be­reich des § 32 UrhG.

Der Jour­na­list – und sei­ne Fahrt­kos­ten

Die Bestim­mung umfasst nach ihrem Wort­laut allein eine Ver­gü­tung, die dem Urhe­ber für die Ein­räu­mung von Nut­zungs­rech­ten und die Erlaub­nis zur Werk­nut­zung zusteht. Sie regelt mit­hin ledig­lich die Ver­gü­tung des Urhe­bers als Gegen­leis­tung für die gemäß § 31 UrhG ein­ge­räum­ten Nut­zungs­rech­te1. Für ande­re Leis­tun­gen gilt § 32 UrhG nicht2.

Betrifft eine Ver­ein­ba­rung zwi­schen Urhe­ber und Werk­nut­zer auch ande­re Ele­men­te, ist die in § 32 UrhG gere­gel­te Ange­mes­sen­heits­kon­trol­le allein auf die­je­ni­gen Ver­gü­tungs­ele­men­te anwend­bar, die auf das ein­ge­räum­te Nut­zungs­recht ent­fal­len3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Mai 2015 – I ZR 39/​14

  1. Kott­hoff in Dreyer/​Kotthoff/​Meckel, Urhe­ber­recht, 3. Aufl., § 32 UrhG Rn. 1 []
  2. Schul­ze in Dreier/​Schulze, UrhG, 4. Aufl., § 32 Rn. 7 []
  3. vgl. Schricker/​Haedicke in Schricker/​Loewenheim aaO § 32 UrhG Rn. 5 []