Der Notar­ver­tre­ter und sei­ne per­sön­li­che Eig­nung

Auch bei der Bestel­lung eines nicht stän­di­gen Notar­ver­tre­ters ist das Kri­te­ri­um der per­sön­li­chen Eig­nung zu beach­ten. Die Jus­tiz­ver­wal­tung kann daher den Antrag eines Notars, einen Rechts­an­walt und frü­he­ren Notar zu sei­nem Ver­tre­ter zu bestel­len, mit der Begrün­dung ableh­nen, die­ser Rechts­an­walt habe bei der frü­he­ren Aus­übung sei­nes Notar­amts bestehen­de Treu­hand­auf­la­gen in erheb­li­cher Wei­se ver­letzt.

Der Notar­ver­tre­ter und sei­ne per­sön­li­che Eig­nung

Die Jus­tiz­ver­wal­tung kann die Bestel­lung eines frü­he­ren Notars zum Notar­ver­tre­ter wegen bestehen­der Zwei­fel an der per­sön­li­chen Eig­nung auch dann ableh­nen, wenn dem frü­he­ren Notar trotz der began­ge­nen, die­se Zwei­fel begrün­den­den Pflicht­ver­let­zun­gen gemäß § 52 Abs. 2 BNo­tO die Erlaub­nis erteilt wor­den ist, die Bezeich­nung "Notar a.D." zu füh­ren.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Novem­ber 2009 – NotZ 2/​09