Der Schutz kleins­ter Ton­fet­zen

Ein Ein­griff in das durch § 85 Abs. 1 Satz 1 UrhG geschütz­te aus­schließ­li­che Recht des Ton­trä­ger­her­stel­lers ist bereits dann gege­ben, wenn einem Ton­trä­ger kleins­te Ton­fet­zen ent­nom­men wer­den.

Der Schutz kleins­ter Ton­fet­zen

Die Rege­lung des § 24 Abs. 1 UrhG ist im Fal­le der Benut­zung eines frem­den Ton­trä­gers grund­sätz­lich ent­spre­chend anwend­bar. Eine ent­spre­chen­de Anwen­dung die­ser Bestim­mung kommt aller­dings nicht in Betracht, wenn es mög­lich ist, die auf dem Ton­trä­ger auf­ge­zeich­ne­te Ton­fol­ge selbst ein­zu­spie­len oder es sich bei der erkenn­bar dem benutz­ten Ton­trä­ger ent­nom­me­nen und dem neu­en Werk zugrun­de geleg­ten Ton­fol­ge um eine Melo­die han­delt.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 20. Novem­ber 2008 – I ZR 112/​06