Der unge­wünsch­te Presse-Großhändler

Zeit­schrif­ten­ver­la­ge dür­fen ein­zel­ne Pres­se-Groß­händ­ler nicht ohne beson­de­re recht­fer­ti­gen­de Grün­de vom Ver­trieb ihrer Pro­duk­te aus­schlie­ßen, son­dern müs­sen grund­sätz­lich alle Gros­sis­ten zu den glei­chen Bedin­gun­gen belie­fern. Mit die­ser Begrün­dung gab jetzt das Land­ge­richt Kiel der Kla­ge eines schles­wig-hol­stei­ni­schen Pres­se-Groß­händ­lers gegen die kon­zern­ei­ge­ne Ver­triebs­ge­sell­schaft der Bau­er Media Group statt.

Der unge­wünsch­te Presse-Großhändler

Kar­tell­recht­li­chen Beden­ken gegen die der­zeit prak­ti­zier­te Auf­tei­lung der Bun­des­re­pu­blik in Exklu­siv­ge­bie­te ver­schie­de­ner Pres­se­gros­sis­ten ging das Land­ge­richt dabei aus­drück­lich jedoch nicht nach, da auch die Bau­er Media Group die­ses Sys­tem nicht grund­sätz­lich (son­dern in in dem kon­kre­ten Fall) in Fra­ge stel­le und sich daher an die bestehen­de Pres­se-Gros­so-Ver­ein­ba­rung hal­ten müs­se, egal ob die­se kar­tell­rechts­wid­rig sei oder nicht…

Land­ge­richt Kiel, Urteil vom 21. August 2009 – 14 O 3/​09