Deut­sche Expan­si­on in die Schweiz

Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt hat am 17. Mai 2017 für das Jahr 2016 eine Rang­fol­ge der Han­dels­part­ner im Außen­han­del für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land her­aus­ge­ge­ben:

Deut­sche Expan­si­on in die Schweiz

Unter den ers­ten zehn Län­dern befin­den sich nicht nur Staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on. Nach die­ser Sta­tis­tik unter­hält die Bun­des­re­pu­blik auch einen leb­haf­ten Außen­han­del mit den USA, der Volks­re­pu­blik Chi­na und der Schweiz. Beson­ders auf­fal­lend ist die füh­ren­de Rol­le der Volks­re­pu­blik Chi­na im Import­be­reich. Den ers­ten Platz bei den Expor­ten neh­men die USA ein – vor Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en. Aber auch die Schweiz ist hier­nach ein wich­ti­ger Han­dels­part­ner sowohl im Import- als auch im Export­be­reich. So gilt Deutsch­land als wich­tigs­ter Han­dels­part­ner für die Schweiz mit einem Anteil von unge­fähr 23 % des gesam­ten Außen­han­dels.

Deutsche Expansion in die SchweizBemer­kens­wert sind auch die enor­men Inves­ti­tio­nen von Unter­neh­men in dem jeweils ande­ren Staat. Ca. 120.000 Per­so­nen arbei­ten in der Schweiz für Unter­neh­men, die in deut­scher Hand sind. Die­se Top-Posi­ti­on unter den Han­dels­part­nern der Bun­des­re­pu­blik hält die Schweiz seit Jah­ren. Da ist es nicht ver­wun­der­lich, wenn sich ein auf Expan­si­on aus­ge­rich­te­tes deut­sches Unter­neh­men diver­se Anstren­gun­gen unter­nimmt, sich in Rich­tung Schweiz zu ver­grö­ßern. Gera­de wenn man berück­sich­tigt, dass die Schweiz über eine der sta­bils­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt ver­fügt.

Neben der Fir­men­grün­dung bie­tet der Kauf einer Fir­ma in der Schweiz für einen Unter­neh­mer eine gute Alter­na­ti­ve. Beson­ders wenn eine schnel­le Abwick­lung von Bedeu­tung ist, hat der Fir­men­kauf Vor­tei­le: In der Schweiz ist die Fir­men­grün­dung zeit­auf­wen­dig. Außer­dem ist der Fir­men­grün­der früh­zei­tig erkenn­bar, was bei bestimm­ten Geschäfts­vor­ha­ben in Bezug auf die Kon­kur­renz­si­tua­ti­on am Markt durch­aus ein Nach­teil sein kann.

Die­se Schwie­rig­kei­ten kön­nen bei einem Fir­men­kauf ver­mie­den wer­den. Ist genü­gend Kapi­tal vor­han­den, ist der Kauf einer Fir­ma mit lau­fen­dem Geschäfts­be­trieb inklu­si­ve aller Ver­trä­ge und Ver­bind­lich­kei­ten mög­lich. Gera­de für Äus­län­der bie­tet sich aber in der Schweiz der Kauf einer Man­tel­ge­sell­schaft an. Wer­den weder die Räum­lich­kei­ten noch der Maschi­nen­park einer bestehen­den Fir­ma benö­ti­gen, spricht Vie­les für den Fir­men­kauf per Man­tel­ge­sell­schaft, da die­ser schnell erfol­gen kann. In die­sem Fall blei­ben nicht nur die Kos­ten über­schau­bar, son­dern sind auch genau zu bezeich­nen. Dar­über hin­aus wird das zukünf­ti­ge Geschäft effek­ti­ver gestar­tet durch den schnel­len und unkom­pli­zier­ten Abschluß des Man­tel­kaufs. Auch die Anony­mi­tät des Käu­fers kann vor­teil­haft sein, denn der neue Besit­zer wird nicht im Han­dels­re­gis­ter ver­öf­fent­licht. Außer­dem ist es nicht so kom­pli­ziert und zeit­auf­wen­dig, da die Man­tel­ge­sell­schaft schon exis­tiert – sie muss nicht mehr gegrün­det wer­den.