Die delik­ti­sche Hand­lung der GmbH – und die per­sön­li­che Haf­tung des Geschäfts­füh­rers

Eine per­sön­li­che Haf­tung des Geschäfts­füh­rers für delik­ti­sche Hand­lun­gen der von ihm ver­tre­te­nen Gesell­schaft besteht, wenn er dar­an ent­we­der durch posi­ti­ves Tun betei­ligt war oder wenn er sie auf­grund einer nach all­ge­mei­nen Grund­sät­zen des Delikts­rechts begrün­de­ten Garan­ten­stel­lung hät­te ver­hin­dern müs­sen 1.

Die delik­ti­sche Hand­lung der GmbH – und die per­sön­li­che Haf­tung des Geschäfts­füh­rers

Dar­über hin­aus kann ein Geschäfts­füh­rer bei einer Ver­let­zung abso­lu­ter Rech­te durch die von ihm ver­tre­te­ne Gesell­schaft per­sön­lich als Stö­rer auf Unter­las­sung in Anspruch genom­men wer­den, wenn er in irgend­ei­ner Wei­se wil­lent­lich und adäquat kau­sal zur Ver­let­zung des geschütz­ten Rechts bei­trägt und dabei zumut­ba­re Ver­hal­tens­pflich­ten ver­letzt 2.

  1. BGH, Urteil vom 18.06.2014 – I ZR 242/​12, BGHZ 201, 344 Rn. 17 – Geschäfts­füh­rer­haf­tung[]
  2. BGH, Urteil vom 27.11.2014 – I ZR 124/​11, GRUR 2015, 672 Rn. 81 = WRP 2015, 739 – Video­spiel-Kon­so­len II[]