Die Maut­ge­bühr

Es ist wie­der soweit: Der Som­mer ist da und die Urlaubs­zeit hat begon­nen. Wie in jedem Jahr wer­den Vie­le wie­der mit dem eige­nen Pkw in den Urlaub fah­ren. Doch neben den ste­tig stei­gen­den Ben­zin­prei­sen kann die Urlaubs­freu­de auch von den in vie­len Län­dern gefor­der­ten Maut­ge­büh­ren getrübt wer­den. Und auch in Deutsch­land ist mal wie­der eine Stim­me laut gewor­den, die hier die Ein­füh­rung der Maut­ge­büh­ren befür­wor­tet. Dem Baye­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Horst See­ho­fer schwebt eine Pkw-Maut nur für Aus­län­der vor. Inwie­weit das über­haupt rea­li­sier­bar ist (denn eine sol­che Rege­lung wäre nicht mit dem gel­ten­den EU-Recht in Ein­klang zu brin­gen), ist frag­lich.

Die Maut­ge­bühr

Aktu­ell wird in Deutsch­land eine Maut erho­ben, die auf Lkw's beschränkt ist. Was an Maut gezahlt wer­den muss, wird dabei jeweils indi­vi­du­ell für jedes Fahr­zeug und jede Stre­cke neu berech­net. Maß­ge­bend ist ein­mal die Schad­stoff­klas­se und die Anzahl der Ach­sen des Lkw's und natür­lich die Län­ge der maut­pflich­ti­gen Stre­cke. Die­se Stra­ßen­nut­zungs­ge­bühr wird auf Bun­des­au­to­bah­nen seit dem 1. Janu­ar 2005 erho­ben. Da es durch die Maut­er­he­bung zu einem soge­nann­ten Maut-Aus­weich­ver­kehr kam, sind bestimm­te Bun­des­stra­ßen durch die Maut­stre­cken­aus­deh­nungs­ver­ord­nung eben­falls maut­pflich­tig gewor­den.

Ein Pro­blem stellt sich bei der indi­vi­du­el­len Maut­be­rech­nung ein. Je grö­ßer ein Unter­neh­men ist und je mehr Lkw's zu sei­nem Fuhr­park zäh­len, des­to mehr Zeit nimmt die Berech­nung der Maut­ge­büh­ren in Anspruch. Denn nicht nur in Deutsch­land gibt es maut­pflich­ti­ge Stra­ßen, son­dern in einem Groß­teil des angren­zen­den Aus­lan­des eben­falls. Folg­lich stei­gen für ein inter­na­tio­nal täti­ges Unter­neh­men, wie zum Bei­spiel eine Spe­di­ti­on, bei geplan­ten Fahr­ten über die Gren­ze hin­weg nicht nur die Maut­kos­ten, son­dern auch der Zeit- und Arbeits­auf­wand zur Berech­nung der Maut. Abhil­fe schaf­fen kann in die­sem Fall ein Maut­rech­ner. Damit ist es mög­lich, schon vor Beginn einer Fahrt genau zu wis­sen, mit wel­chen Kos­ten zu rech­nen ist. Durch die Ein­ga­be eines bestimm­ten Fahr­zeugs und des Fahrt­ziels führt der Maut­rech­ner im Anschluss an die Weg­be­rech­nung alle Maut­ge­büh­ren auf, die auf die­ser Rou­te anfal­len. So ist man gewiss, alle Kos­ten zu ken­nen und kei­ne Gebühr ver­ges­sen zu haben.