Durch R‑Gespräche ver­die­nen

Die Abrech­nung und Inkas­sie­rung von angeb­li­chen R‑Gesprächen mit einer ange­zeig­ten Absen­der­ruf­num­mer (0)69 747 362 (Pro­dukt-ID 81205) ist von der Bun­des­netz­agen­tur rück­wir­kend zum 18. Febru­ar 2012 ver­bo­ten wor­den.

Durch R‑Gespräche ver­die­nen

Die Bun­des­netz­agen­tur hat das Ver­bot gegen­über sämt­li­chen Netz­be­trei­bern aus­ge­spro­chen. Seit Febru­ar 2012 hat­ten Ver­brau­cher Anru­fe unter Anzei­ge der Absen­der­num­mer (0)69 747 362 erhal­ten. Eine Ansa­ge infor­mier­te die Ange­ru­fe­nen, dass ein Aus­lands-R‑Gespräch für sie vor­lie­gen wür­de. Die Betrof­fe­nen wur­den dann – wie im Rah­men von R‑Gesprächen üblich – auf­ge­for­dert, die Tas­te „1“ zu wäh­len, wenn sie das angeb­lich vor­lie­gen­de R‑Gespräch anneh­men woll­ten. Um das Gespräch abzu­leh­nen und künf­tig kei­ne Aus­lands-R-Gesprä­che mehr zu erhal­ten, soll­te die Tas­te „2“ gewählt wer­den. Tat­säch­lich lag nach der Annah­me des R‑Gesprächs regel­mä­ßig kein Gesprächs­wunsch aus dem Aus­land vor. Eini­ge Ver­brau­cher schil­der­ten, nach Drü­cken der Tas­te „1“ Wer­bung oder Infor­ma­tio­nen über Gewinn­spie­le erhal­ten zu haben. Bei der ange­zeig­ten Absen­der­ruf­num­mer (0)69 747 362 han­delt es sich um eine „ver­kürz­te“, nicht exis­tie­ren­de Ruf­num­mer. Die angeb­li­chen R‑Gespräche wer­den mit­tels der Pro­dukt-ID 81205 in Rech­nung gestellt. Teil­wei­se wer­den die Ver­bin­dun­gen auch als „R‑Gespräch“ oder „Ser­vice 0900 Pre­mi­um Dienst 58“ aus­ge­wie­sen.

Das von der Bun­des­netz­agen­tur ver­häng­te Rech­nungs­le­gungs­ver­bot bedeu­tet, dass betrof­fe­nen Ver­brau­chern die Beträ­ge unter der genann­ten Pro­dukt-ID nicht mehr in Rech­nung gestellt wer­den dür­fen. Falls Ver­brau­cher bereits der­ar­ti­ge Rech­nun­gen erhal­ten haben, greift das Ver­bot der Inkas­sie­rung. Die For­de­run­gen dür­fen also nicht mehr ein­ge­zo­gen wer­den. Wenn der Ver­brau­cher die bereits in Rech­nung gestell­ten Beträ­ge schon bezahlt hat, grei­fen bei­de Ver­bo­te jedoch nicht unmit­tel­bar. In die­sen Fäl­len soll­ten Betrof­fe­ne ggf. mit Unter­stüt­zung der Ver­brau­cher­zen­tra­len oder eines Rechts­an­walts ver­su­chen, das Geld zurück­zu­for­dern. Ent­hält die Tele­fon­rech­nung kei­nen Hin­weis auf die Pro­dukt-ID, soll­te der Ver­brau­cher zunächst bei sei­nem jewei­li­gen Tele­fon­an­bie­ter die Pro­dukt-ID erfra­gen, um zu prü­fen, ob das aus­ge­spro­che­ne Ver­bot auch die ihm in Rech­nung gestell­te Leis­tung betrifft.