Ener­gie­po­li­tik 2009

Anfang 2009 tre­ten im Bereich der Ener­gie­ver­sor­gung eine Rei­he von Rechts­än­de­run­gen in Kraft:

Ener­gie­po­li­tik 2009

Anreiz­re­gu­lie­rung der Netz­ent­gel­te

Am 1. Janu­ar 2009 beginnt die Anreiz­re­gu­lie­rung der Netz­ent­gel­te. Mit die­ser Ver­ord­nung wer­den den Netz­be­trei­bern Anrei­ze für eine kos­ten­ef­fi­zi­en­te Betriebs­füh­rung gesetzt. Die Netz­be­trei­ber kön­nen nun zei­gen, wie leis­tungs­fä­hig die ein­zel­nen Unter­neh­men sind.

Umset­zung der Trans­pa­renz­in­itia­ti­ve des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums

Mit dem Ziel einer ver­bes­ser­ten Trans­pa­renz sol­len ab dem 2. Quar­tal kom­men­den Jah­res die Kraft­werks­da­ten bei der Strom­bör­se ver­öf­fent­licht sowie die Strom­rech­nun­gen infor­ma­ti­ver und nach­voll­zieh­ba­rer gestal­tet wer­den. Damit wird die Trans­pa­renz­in­itia­ti­ve durch kon­kre­te Maß­nah­men zur Stär­kung der Ver­brau­cher kon­se­quent umge­setzt. Auch das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um wird sein Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot unter www.energie-verstehen.de wei­ter aus­bau­en.

Kraft-Wär­me-Kopp­lungs­ge­setz

Durch das novel­lier­te Kraft-Wär­me-Kopp­lungs­ge­setz wird die För­de­rung der kom­bi­nier­ten Nut­zung von Strom und Wär­me wei­ter aus­ge­baut. Kraft-Wär­me-Kopp­lung ist eine Schlüs­sel­tech­no­lo­gie, die wir noch stär­ker als bis­her nut­zen wol­len: Wenn Strom pro­du­ziert wird, soll­te, dort wo mög­lich, Abwär­me nicht ein­fach in die Luft gehen. Das zum 1. Janu­ar 2009 in Kraft tre­ten­de Kraft-Wär­me-Kopp­lungs­ge­setz schafft hier­für die Vor­aus­set­zun­gen.

Novel­le der Heiz­kos­ten­ver­ord­nung

Über die novel­lier­te Heiz­kos­ten­ver­ord­nung kann der Ver­brau­cher zukünf­tig sei­ne Heiz­kos­ten­rech­nung durch sein Ver­brauchs­ver­hal­ten stär­ker als bis­her beein­flus­sen. Gebäu­de­en­er­gie­aus­wei­se kön­nen jetzt bei allen Wohn­ge­bäu­den ver­langt wer­den, bis­her galt dies nur für Häu­ser, die vor 1966 fer­tig gestellt wur­den; der Käu­fer oder Mie­ter einer Immo­bi­lie weiß so zukünf­tig, auf was er sich ener­gie­sei­tig bei Kauf oder Mie­te ein­lässt.

Novel­lie­rung des Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Geset­zes (EEG)

Bei den erneu­er­ba­ren Ener­gien sind die Vor­aus­set­zun­gen für den raschen Aus­bau ent­spre­chend den von der Bun­des­re­gie­rung selbst gesetz­ten Aus­bau­zie­len – den Anteil der Erneu­er­ba­ren an der Strom­erzeu­gung bis 2020 auf 30 Pro­zent zu erhö­hen – geschaf­fen wor­den: Zum 1. Janu­ar 2009 tritt das novel­lier­te EEG in Kraft. Damit ver­bun­den sind teil­wei­se deut­lich erhöh­te Ein­spei­se­ver­gü­tun­gen, ins­be­son­de­re in tech­no­lo­gisch anspruchs­vol­len und gleich­zei­tig wegen ihrer Mit­tel- und Grund­last­fä­hig­keit ener­gie­po­li­tisch beson­ders wün­schens­wer­ten Berei­chen, wie Off­shore-Wind­kraft, Geo­ther­mie­kraft­wer­ken und Bio­gas­ver­stro­mung.

Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Wär­me­ge­setz

Eben­falls ab dem 1. Janu­ar 2009 gilt das Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Wär­me­ge­setz, das in dem hin­sicht­lich Ener­gie­ver­brauch und CO2-Emis­sio­nen beson­ders wich­ti­gen Bereich der Wär­me­er­zeu­gung den Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien im Gebäu­de­be­reich vor­an­brin­gen soll.