Erd­gas für die Nach­bar­re­gi­on

Eine Preis­spal­tung kann sach­lich gerecht­fer­tigt sein, wenn ein beherr­schen­des Unter­neh­men sei­ne Tätig­keit auf einen ande­ren Markt aus­deh­nen will, auf dem ein erfolg­ver­spre­chen­der Markt­zu­tritt anders als durch eine vor­über­ge­hen­de, signi­fi­kan­te Unter­bie­tung des dort vor­zu­fin­den­den Preis­ni­veaus nicht mög­lich erscheint, weil funk­tio­nie­ren­der Wett­be­werb auf die­sem Markt bis­her nicht besteht. Wel­chen Zeit­raum die­se Markt­zu­tritts­pha­se umfasst und wel­che Preis­dif­fe­renz gerecht­fer­tigt sein kann, rich­tet sich nach den Wett­be­werbs­ver­hält­nis­sen auf dem Zweit­markt.

Erd­gas für die Nach­bar­re­gi­on

Ein Miss­brauch im Sin­ne von § 19 Abs. 1 GWB liegt auch dann vor, wenn ein Normadres­sat auf dem von ihm beherrsch­ten Markt End­kun­den durch Preis­spal­tung dis­kri­mi­niert.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 7. Dezem­ber 2010 – KZR 5/​10 ]Ent­e­ga II]