Erschüt­te­rungs­aus­gleich im Berg­bau­ge­biet

Wird durch Erschüt­te­run­gen der Erd­ober­flä­che, die durch unter­tä­gi­gen Berg­bau her­vor­ge­ru­fen wer­den, die orts­üb­li­che Benut­zung eines Grund­stücks oder des­sen Ertrag über das zumut­ba­re Maß hin­aus beein­träch­tigt, kommt ein Aus­gleichs­an­spruch des Eigen­tü­mers gegen den Berg­bau­be­rech­tig­ten, der auf­grund des ihm ver­lie­he­nen Berg­werks­ei­gen­tums tätig wird, nach § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB in Betracht; die­se Vor­schrift wird nicht durch die Berg­scha­dens­haf­tung (§§ 114 ff. BBergG) ver­drängt.

Erschüt­te­rungs­aus­gleich im Berg­bau­ge­biet

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 19. Sep­tem­ber 2008 – V ZR 28/​08