EU-Richt­li­nie zur Umwelt­haf­tung

Zum 30. April 2007 ist eine die EU-Richt­li­nie über die Haf­tung für Umwelt­schä­den in Kraft getre­ten. Die neue Richt­li­nie ist die ers­te EU-Vor­schrift, die aus­drück­lich auf dem im EG-Ver­trag fest­ge­schrie­be­nen Ver­ur­sa­cher­prin­zip basiert. Sie soll sicher­stel­len, dass Umwelt­schä­den in der EU künf­tig ver­mie­den oder beho­ben wer­den und die Ver­ur­sa­cher zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen wer­den.

EU-Richt­li­nie zur Umwelt­haf­tung

Umwelt­schä­den umfas­sen nach die­ser Richt­li­nie Schä­den an Gewäs­sern, natür­li­chen Lebens­räu­men und der Tier- und Pflan­zen­welt sowie die Beein­träch­ti­gung der mensch­li­chen Gesund­heit durch die Ver­un­rei­ni­gung von Böden. Die Mit­glied­staa­ten waren auf­ge­for­dert, die Richt­li­nie bis 30. April 2007 in natio­na­les Recht umzu­set­zen, bis­her sind nur Ita­li­en, Lett­land und Litau­en die­ser For­de­rung nach­ge­kom­men. In Deutsch­ö­land soll die Richt­li­nie durch das Umwelt­scha­den­ge­setz umge­setzt wer­den, ein Ent­wurf die­ses Geset­zes liegt seit dem 4. März 2005 vor.

Die­ses neue Umwelt­scha­dens­ge­setz wird jedoch kei­ne rück­wir­ken­de Gel­tung auf­wei­sen. Es bezieht sich nur auf Umwelt­schä­den, die nach Inkraft­tre­ten ver­ur­sacht wer­den. Die so genann­ten Alt­fäl­le wer­den nach den bekann­ten Rege­lun­gen etwa des Was­ser­haus­halts­ge­set­zes und des Umwelt­haf­tungs­ge­set­zes beur­teilt.