Face­book und das Wett­be­werbs­recht

Die Ver­sen­dung von Freund­schafts­an­fra­gen ohne Ein­wil­li­gung des kon­tak­tier­ten Ver­brau­chers an Drit­te und die Ver­wen­dung eines unzu­rei­chen­den Hin­wei­ses auf Daten­im­port bei der Regis­trie­rung bei Face­book ist mit wett­be­werbs­recht­li­chen Grund­sät­zen nicht ver­ein­bar.

Face­book und das Wett­be­werbs­recht

So die Ent­schei­dung des Land­ge­richts Ber­lin im Fall einer Kla­ge des Bun­des­ver­ban­des der Ver­brau­cher­zen­tra­len und Ver­brau­cher­ver­bän­de gegen die Wer­be­pra­xis bei dem Inter­net­por­tal Face­book von Face­book Ire­land Limi­ted.

Nach Auf­fas­sung des Land­ge­richts sind Freund­schafts­an­fra­gen ohne Ein­wil­li­gung des kon­tak­tier­ten Ver­brau­chers, ein unzu­rei­chen­der Hin­weis bei der Regis­trie­rung eines neu­en Face­book-Nut­zers auf den Import von E‑Mail-Adres­sen sowie Ver­trags­klau­seln u.a. zur Nut­zung von IP-Inhal­ten, Wer­bung und den „Face­book-Daten­schutz­richt­li­ni­en“ unwirk­sam. Der Face­book Ire­land Limi­ted ist die Ver­sen­dung ent­spre­chen­der Anfra­gen an Drit­te und die Ver­wen­dung eines unzu­rei­chen­den Hin­wei­ses auf Daten­im­port bei der Regis­trie­rung sowie die Ver­wen­dung ver­schie­de­ner Ver­trags­klau­seln unter­sagt wor­den.

Das Land­ge­richt ist der Ansicht, dass die ent­spre­chen­de Wer­be­pra­xis von Face­book und die ver­wen­de­ten Klau­seln mit wett­be­werbs­recht­li­chen Grund­sät­zen sowie den Regeln über All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen nicht ver­ein­bar sind.

Land­ge­richt Ber­lin, Urteil vom 6. März 2012 – 16 O 551/​10

  1. LG Ber­lin, Beschluss vom 14.03.2011 – 91 O 25/​11[]