Fir­men­grün­dung in der Schweiz

Aus­wan­dern ist beliebt gewor­den. Es ver­las­sen immer mehr Bun­des­bür­ger das Land, um ihr Glück in der Frem­de zu suchen. Vie­le ver­las­sen das Land aus wirt­schaft­li­chen Grün­den; sie sehen sich wegen ihrer Arbeits­lo­sig­keit zum Teil gezwun­gen zu gehen, da sie nur im Aus­land Aus­sicht auf eine Arbeitstel­le haben oder es locken im Aus­land höhe­rer Ver­dienst und weni­ger Steu­ern. Von Steu­er­vor­tei­len wer­den neben den Arbeit­neh­mern oder Pri­vat­per­so­nen auch Unter­neh­mer ange­zo­gen. Bei einer Fir­men­grün­dung im Aus­land sind aber immer auch ver­schie­dens­te Bedin­gun­gen zu beach­ten – abhän­gig vom jewei­li­gen Land.

Fir­men­grün­dung in der Schweiz

Mit einer Fir­men­grün­dung in der Schweiz bringt man auto­ma­tisch das schwei­zer Bank­ge­heim­nis, den soli­de Schwei­zer Fran­ken und gerin­ge Steu­ern in Ver­bin­dung. Sicher­lich sind die Steu­ern im Ver­gleich zu Deutsch­land für ein Unter­neh­men in der Schweiz sehr nied­rig. Die Schweiz besteu­ert auf drei Ebe­nen: auf der Bun­des­ebe­ne, der Kan­tons­ebe­ne und der Gemein­de­ebe­ne, wobei es zwar eine ein­heit­li­che Bun­des­steu­er gibt – aber sehr unter­schied­lich hohe Kan­tons­steu­ern und Gemein­de­steu­ern exis­tie­ren. Daher ist das Steu­er­ge­fäl­le sehr extrem. So kann der Kan­ton Zug z.B. die tiefs­te Steu­er­be­las­tung der Schweiz auf­wei­sen (für 2010). Dar­über hin­aus wer­den die Fir­men, die ihren Haupt­sitz ver­le­gen wol­len, geför­dert und unter­stützt. Die Aus­rich­tung des Unter­neh­mens und die Stand­ort­wahl beein­flus­sen in hohem Maße, wel­che Steu­rer­leich­te­run­gen in Anspruch genom­men wer­den kön­nen oder ob das Unter­neh­men in den Genuss von ande­ren För­de­run­gen kom­men kann.

So ist eine der wich­tigs­ten Ent­schei­dun­gen, die der Wahl der Rechts­form. Neben der AG ist die GmbH eine der häu­figs­ten Unter­neh­mens­for­men. Nicht nur für eine GmbH-Grün­dung, son­dern für jede Fir­men­grün­dung ist ein Domi­zil in der Schweiz erfor­der­lich. Außer­dem bedarf eine GmbH ein Min­dest­stamm­ka­pi­tal von 20.000 CHF. Seit 2008 sind kei­ne zwei Gesell­schaf­ter mehr Pflicht für die Grün­dung, denn es ist auch eine 1‑Per­so­nen-GmbH mög­lich. Eben­so hat der Gesell­schaf­ter der GmbH nicht mehr unbe­dingt einen Wohn­sitz in der Schweiz zu haben: eine grenz­über­schrei­ten­de Geschäfts­füh­rung ist seit 2008 auch erlaubt.

Es soll­te nicht uner­wähnt blei­ben, dass in der Schweiz die offi­zi­el­le Wäh­rung zwar der Schwei­zer Fran­ken ist, aber der Euro in sehr vie­len Betrie­ben auch als Zah­lungs­mit­tel akzep­tiert ist. Sogar die Ban­ken machen eine Kon­to­er­öff­nung in Euro mög­lich. Und nicht zuletzt kann die Buch­hal­tung in Fremd­wäh­rung erfol­gen. Ledig­lich am Ende des Geschäfts­jah­res hat u.a. die Bilanz umge­rech­net in Schwei­zer Fran­ken zu erfol­gen.