Flüssigkeitsverbot in Flugzeugen

Das Flüssigkeitsverbot in Flugzeugen ist bis 2013 verlängert.

Flüssigkeitsverbot in Flugzeugen

Seit 2006 müssen Fluggäste Getränke und andere Flüssigkeiten über 100ml an der Sicherheitskontrolle abgegeben. Das Europäische Parlament diskutierte aktuell über die Entscheidung der EU-Kommission, die Verbote erst 2013 auslaufen zu lassen, konnten sich aber nicht auf eine gemeinsame Position einigen.

Nach vereitelten Anschlägen mit Flüssigsprengstoff im Sommer 2006 wurden weltweit Kontrollen an Flughäfen verschärft. Zur Frustration unzähliger Fluggäste darf Handgepäck seit dem nur noch Flüssigkeiten bis maximal 100ml enthalten. Technisch war es lange Zeit nicht möglich, flüssigen Sprengstoff von Wasser oder Zahnpasta zu unterscheiden.

Das Europäische Parlament stimmte den Verboten zu, forderte aber schon 2007 von der EU-Kommission, die Einschränkungen aufzuheben, sobald die notwendigen Flüssigkeitsscanner zur Verfügung stünden. Eigentlich hätte dies Ende April diesen Jahres geschehen sollen.

Einige EU-Staaten beschlossen jedoch, die Verbote weiterhin aufrecht zu erhalten. Eine Lockerung der Restriktionen, so ihr Argument, könnte die Sicherheit der Passagiere gefährden. Um unterschiedliche nationale Regelungen zu vermeiden, verlängerte die EU-Kommission die Verbote daher bis zum Jahr 2013.

Mangels Widerspruchs des Europäischen Parlament kann diese Verlängerungs-Entscheidung der EU-Kommission nun in Kraft treten.