Frei­spiel­gut­schei­ne für Spiel­hal­len

Die Ein­lö­sung von Test­cou­pons für Frei­spie­le an einem Geld­spiel­ge­rät ver­stößt gegen § 9 Abs. 2 SpielV 1.

Frei­spiel­gut­schei­ne für Spiel­hal­len

Spie­ler im gewer­be­recht­li­chen Sin­ne ist jede Per­son, die sich in Spiel­ab­sicht in einer mit Spiel­ge­rä­ten im Sin­ne des § 33 c GewO aus­ge­stat­te­ten Räum­lich­keit oder in deren unmit­tel­ba­ren Nähe auf­hält oder an einem ande­ren Spiel im Sin­ne des § 33 d GewO teil­nimmt.

Dem Inha­ber eines zu Wer­be­zwe­cken aus­ge­ge­be­nen Gut­scheins für Frei­spie­le an einem Geld­spiel­ge­rät wird eine finan­zi­el­le Ver­güns­ti­gung im Sin­ne des § 9 Abs. 2 SpielV erst mit der Erfül­lung des Leis­tungs­ver­spre­chens durch Aus­hän­di­gung der Spiel­be­rech­ti­gung nach Vor­la­ge des Gut­scheins gewährt.

Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver, Urteil vom 17. Juni 2009 – 11 A 4402/​07

  1. Ver­ord­nung über Spiel­ge­rä­te und an­dere Spie­le mit Gewinn­mög­lich­keit (Spiel­verordnung – SpielV -) in der seit dem 1. Janu­ar 2006 gel­ten­den Fas­sung (BGBl. I S. 280).[]