Fugen­glät­ter

Beschränkt sich die Pro­blem­lö­sung dar­auf, ein als sol­ches bekann­tes, ein­fach struk­tu­rier­tes Werk­zeug (ein Kunst­stoff­keil zum Glät­ten von Sili­kon­fu­gen) aus einem modi­fi­zier­ten Mate­ri­al (im ent­schie­de­nen Fall aus Elas­to­mer statt Kunst­stoff) her­zu­stel­len und dar­über hin­aus nur auf die Anwei­sung, den Gegen­stand geo­me­trisch (Gesamt­grö­ße und Bema­ßung der Rand­auf­kan­tung im Ver­hält­nis zum Innen­be­reich) so aus­zu­le­gen, dass die Eigen­schaf­ten des gewähl­ten Mate­ri­als opti­mal aus­ge­nützt wer­den kön­nen, han­delt es sich auch dann um eine von einem durch­schnitt­lich ver­sier­ten Fach­mann zu erwar­ten­de Ent­wick­lungs­leis­tung, wenn für die Aus­wahl des Werk­stoffs Vor­bil­der im Stand der Tech­nik nicht aus­zu­ma­chen sind 1.

Fugen­glät­ter

Bunde4sgerichtshof, Urteil vom 27. April 2010 – X ZR 79/​09

  1. im Anschluss an BGh, Urtei­le vom 12.02.2003 – X ZR 200/​99, GRUR 2003, 693 [Hoch­druck­rei­ni­ger]; und vom 04.02.2010 – Xa ZR 36/​08 [Gelenk­an­ord­nung][]