Gas- und Strompreisentwicklung 2012

Zu Beginn des Jahres 2012 wird Strom und Gas wieder teurer werden. Die Strompreise 2012 werden für die Haushalte um einiges mehr belasten. Die Argumente der Anbieter sind dabei immer die gleichen: Neben der Umstellung auf erneuerbare Energien und die Reduzierung des AKW-Stroms wird die Strombörse und die Notwendigkeit, teuren Strom aus dem Ausland dazu kaufen zu müssen, für die Erhöhung der Strompreise angeführt. Fraglich ist, ob die Verteuerung der Strompreise 2012 zu Beginn des Jahres (ab 1. Januar oder 1. Februar) eingeführt werden, oder ob die Anbieter erst Mitte des Jahres die Preise umstellen.

Gas- und Strompreisentwicklung 2012

Auch die Bundesnetzagentur hält die Verteuerung der Strompreise 2012 für zu hoch. Allerdings ist eine Einflussnahme nicht möglich, solange die Strompreise 2012 nicht in Verbindung mit einer Kartellbildung stehen und keine Gesetze verletzt werden. Einzig der Verbraucher ist in der Lage, bis zu einem gewissen Grad auf die Höhe der Strompreise 2012 Einfluss zu nehmen: durch den Anbieterwechsel! Je mehr Verbraucher „wechselfreudig“ sind, desto mehr entwickelt sich der Wettbewerb und Konkurrenzkampf – was zu günstigeren Preisen führt.

Nachdem auch 2011 die Gaspreise gestiegen sind, haben die Gaslieferanten für das Jahr 2012 ebenfalls die Anhebung der Preise angekündigt. Bedingt durch die Energiewende in Deutschland wird verstärkt auf die Nutzung von Gas zurückgegriffen. Zusammen mit steigenden Rohstoffpreisen auf dem weltweiten Markt sorgt das bei den Gaslieferanten für höhere Preise. Außerdem wird als Grund von den Gaslieferanten immer wieder die Kopplung an die Rohölpreise genannt. Aufgrund der Ölpreisbindung folgen die Gaspreise denen für Öl normalerweise in einem Abstand von bis zu 6 Monaten. Seit der Liberalisierung der Gaspreise ist es dem Verbraucher möglich, seinen Gaslieferanten zu wechseln. Durch den damit stärkeren Wettbewerb ist eine Einflussnahme auf die Preise der Gaslieferanten zu erzielen.

Seit 2006 hat die Bundesnetzagentur auch die Aufsicht über die deutschen Gasmärkte übernommen. Nach dem Monitoringbericht der Bundesnetzagentur von 2011 wechseln immer mehr Verbraucher ihren Gaslieferanten und verstärken somit die Konkurrenz. Trotzdem hat es aber eine Gaspreissteigerung von 30 % durch die Gaslieferanten gegeben. So kann man nur hoffen, dass der zunehmende Konkurrenzkampf letztendlich die Preise auch wieder sinken lässt.