Gebüh­ren­tei­lung in Sozie­tä­ten von Anwalts­no­ta­ren

Ein Anwalts­no­tar, der sich mit ande­ren Anwalts­no­ta­ren oder Rechts­an­wäl­ten zu einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts zusam­men­ge­schlos­sen hat und nach dem Gesell­schafts­ver­trag alle Ein­nah­men (auch) aus dem Nota­ri­at an die Sozie­tät abführt, ver­stößt nicht gegen das Gebüh­ren­tei­lungs­ver­bot des § 17 Abs. 1 S. 4 BNo­tO. Prü­fungs­maß­stab für eine sol­che Rege­lung ist § 9 Abs. 3 BNo­tO. Allein die pau­scha­le Abfüh­rung der Notar­ge­büh­ren an die Sozie­tät gefähr­det die per­sön­li­che oder wirt­schaft­li­che Unab­hän­gig­keit des Notars i. S. d. § 9 Abs. 3 BNo­tO nicht, wenn er am Gewinn mit einem den kon­kre­ten Umstän­den des Ein­zel­falls ange­mes­se­nen Anteil par­ti­zi­piert 1.

Gebüh­ren­tei­lung in Sozie­tä­ten von Anwalts­no­ta­ren

Ob die Notar­auf­sicht von dem Notar allein wegen einer pau­scha­len Abfüh­rung der Notar­ge­büh­ren an die Sozie­tät ver­lan­gen kann, die Rege­lun­gen des Sozie­täts­ver­tra­ges vor­zu­le­gen, hat das OLG Cel­le in sei­nem aktu­el­len Urteil aus­drück­lich offen gelas­sen.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Beschlüs­se vom 9. Dezem­ber 2009 – Not 3/​09 und Not 12/​09

  1. Modi­fi­ka­ti­on von OLG Cel­le, Beschluss vom 30. Mai 2007, Not 5/​07, OLGR 2007, 709 ff., NJW 2007, 2929 ff.[]