Gefahrgüter und Gefahrstoffe finden sich in fast jedem Betrieb. Doch die Gefahrgutlagerung ist durchaus ein komplexes Thema. Immerhin geht es darum, gefährliche Stoffe richtig zu lagern. Einerseits gilt es, gesetzliche Vorschriften einzuhalten, andererseits sollen Mensch und Umwelt vor Gefahren bewahrt werden. Unter Einhaltung der Vorschriften ist ein entsprechender Umgang mit Gefahrgut gewährleistet. Doch was versteht man eigentlich unter Gefahrgut oder Gefahrstoff?
Der Unterschied zwischen Gefahrgut und Gefahrstoff
Häufig werden die Begriffe Gefahrgut und Gefahrstoff verwendet. Doch nicht jeder Gefahrstoff ist automatisch ein Gefahrgut und auch umgekehrt ist dies nicht automatisch der Fall. Als Gefahrstoffe bezeichnet man Stoffe und Gemische, die gefährlich sind. In der Gefahrstoffverordnung wird vorgeschrieben, welche Schutzmaßnahmen beim Umgang und Lagern angewandt werden müssen. Beim Transport von Gefahrstoffen kommen die Klassifizierungsvorschriften zum Tragen, in denen angeführt ist, ob der jeweilige Gefahrstoff ein Gefahrgut ist. Zu den Gefahrgütern zählen alle Stoffe und Produkte, bei deren Beförderung Personen, Sachen und die Umwelt gefährdet werden können. Gefahrstoffe hingegen sind Stoffe, bei denen sich für den Anwender bei der Herstellung oder beim Verbrauch Gefahren ergeben. Für diese Einteilung gibt es die Gefahrstoffverordnung.
Was regelt die Gefahrstoffverordnung?
Die Gefahrstoffverordnung regelt, welche Stoffe als Gefahrstoffe gelten. Darin werden umfassende Schutzmaßnahmen für Beschäftigte geregelt, die mit Gefahrstoffen hantieren. Gefahrstoffe weisen bestimmte Gefährlichkeitsmerkmale auf, die durchaus sehr unterschiedlich sein können. So gibt es Stoffe, die ätzend oder giftig sind, aber auch leicht entzündliche Gefahrstoffe. Der Begriff Gefahrgut bezeichnet die Klassifizierung von Gefahrstoffen gemäß Klassifizierungsvorschriften, die je nach dem gewählten Verkehrsmittel abweichen.
So gesehen existiert die Bezeichnung Gefahrgutlager zwar, gemeint ist hiermit aber ein Lager für Gefahrstoffe. Daher ist der Begriff Gefahrstofflager korrekt. Für eine sichere Gefahrstofflagerung werden die Materialien in Gefahrstoffklassen eingeteilt. Die jeweiligen Stoffe werden mit Hilfe von bestimmten Symbolen gekennzeichnet. Kennbuchstaben verdeutlichen die Eigenschaften der Gefahrstoffe, um weder beim Transport noch bei der Lagerung ein Risiko einzugehen.
Die richtige Lagerung von Gefahrgut
Abhängig von der Art des Gefahrgutes gibt es unterschiedliche gesetzliche Vorschriften für eine sichere Lagerung. Spezielle Lagermöglichkeiten tragen dazu bei, Risiken und Gefahren für Menschen und Umwelt zu verringern. So verhindern zum Beispiel Auffangwannen, dass flüssige Gefahrstoffe ins Erdreich gelangen. Oft werden auch Fassregale zusätzlich mit Auffangwannen ausgestattet. Nicht nur die Art eines Stoffes, sondern auch die Menge ist ausschlaggebend, wenn es darum geht, wo und wie Gefahrstoffe richtig gelagert oder transportiert werden. Es gibt bestimmte Orte, wie Treppenräume, Flure, Flucht- und Rettungswege usw., an denen die Lagerung von Gefahrstoffen grundsätzlich untersagt ist.
Gefahrstofflagerung outsourcen
Nicht immer haben Betriebe die Möglichkeit, Gefahrstoffe selbst zu lagern. Ein möglicher Grund dafür liegt in den fehlenden Ressourcen. Daher können Unternehmen ein Gefahrstofflager auch mieten. Das hat für den Betrieb gleich mehrere Vorteile. Zum einen kann man davon ausgehen, dass die Gefahrstofflagerung stets gesetzeskonform erfolgt. Denn der Logistik-Partner kümmert sich darum, dass das Gefahrstofflager ebenso den Vorschriften entspricht wie der Transport und der Umgang mit den gefährlichen Stoffen. Das Logistik Unternehmen ist dafür verantwortlich, dass sämtliche Richtlinien eingehalten werden. Für den Betrieb selbst verringert sich neben der Gefahr auch der Aufwand, Gefahrstoffe richtig zu lagern.
Fazit
Gefahrstoffe und Gefahrgüter fallen in vielen betrieblichen Bereichen an. Nicht selten stellt die richtige Lagerung dieser Stoffe den Betrieb vor ein Problem. Denn bei der Lagerung von Gefahrstoffen müssen Vorschriften und Richtlinien eingehalten werden. Lohnt es sich nicht, ein spezielles Lager zu installieren, besteht die Möglichkeit, einen Logistik-Partner mit der Lagerung der Gefahrstoffe zu beauftragen. Dieser übernimmt dann nicht nur die Verantwortung, sondern kümmert sich auch um die Einhaltung aller Richtlinien und gewährleistet eine gesetzeskonforme Lagerung. Ein gemietetes Gefahrstofflager verringert die Arbeit für den Betrieb und garantiert einen für Mensch und Umwelt gefahrlosen Umgang mit Gefahrstoffen aller Art.
Bildnachweis:
- Gefahrgutzeichen C – Ätzend: ?ikimedia Commons | Public Domain Mark 1.0











