Akten­ein­sicht des Insol­venz­gläu­bi­gers

Auch nach Abwei­sung des Antrags auf Insol­venz­eröff­nung man­gels Mas­se besteht für einen Gläu­bi­ger der Insol­venz­schuld­ne­rin das recht­li­che Inter­es­se im Sin­ne der §§ 4 InsO, 299 Abs. 2 ZPO an der Ein­sicht in die Insol­venz­ak­ten fort. Die­ses recht­li­che Inter­es­se ent­fällt nicht dadurch, dass der Gläu­bi­ger die Akten­ein­sicht begehrt, um fest­zu­stel­len, ob ihm Durch­griffs- und Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gegen Drit­te, ins­be­son­de­re Geschäfts­füh­rer oder Gesell­schaf­ter der Schuld­ne­rin, zuste­hen.

Akten­ein­sicht des Insol­venz­gläu­bi­gers

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. April 2006 – IV AR(VZ) 1/​06