Aus­kunfts­pflich­ten in der Publi­kums­ge­sell­schaft

Ein Anle­ger, der unmit­tel­bar an einer Publi­kums­ge­sell­schaft (hier: in der Form einer GmbH & Co. KG) betei­ligt ist, hat gegen die Gesell­schaft und die geschäfts­füh­ren­de Gesell­schaf­te­rin einen Anspruch dar­auf, dass ihm neben den Namen und den Anschrif­ten der (ande­ren) unmit­tel­bar betei­lig­ten Anle­ger auch die Namen und die Anschrif­ten der mit­tel­bar über einen Treu­hän­der betei­lig­ten Anle­ger mit­ge­teilt wer­den, wenn die mit­tel­bar betei­lig­ten Anle­ger nach den ver­trag­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re der Ver­zah­nung des Gesell­schafts- und des Treu­hand­ver­tra­ges, im Innen­ver­hält­nis der Gesell­schaf­ter unter­ein­an­der und zur Gesell­schaft die einem unmit­tel­ba­ren Gesell­schaf­ter ent­spre­chen­de Rechts­stel­lung erlangt haben. Das Aus­kunfts­be­geh­ren des Gesell­schaf­ters ist nur durch das Ver­bot unzu­läs­si­ger Rechts­aus­übung (§ 242 BGB) und das Schi­ka­ne­ver­bot gemäß § 226 BGB begrenzt.

Aus­kunfts­pflich­ten in der Publi­kums­ge­sell­schaft

Der Aus­kunfts­an­spruch des Gesell­schaf­ters

Dem Kom­man­di­tis­ten steht aus sei­nem per­so­nen­ge­sell­schafts­recht­li­chen Mit­glied­schafts­recht ein Anspruch auf Aus­kunft über die Namen und die Anschrif­ten der Mit­kom­man­di­tis­ten und der Treu­ge­ber als sei­ner Ver­trags­part­ner zu.

Auf die Fra­ge, inwie­weit einem Kom­man­di­tis­ten über § 166 Abs. 1 und 3 HGB hin­aus wei­te­re unver­zicht­ba­re oder unent­zieh­ba­re Infor­ma­ti­ons­rech­te zuste­hen [1], kommt es für den vor­lie­gen­den Rechts­streit nicht an.

Der Bun­des­ge­richts­hof hat bereits mit Beschluss vom 21. Sep­tem­ber 2009 [2] und mit Urteil vom 11.01.2011 [3] ent­schie­den, dass bei einem Gesell­schafts­ver­trag einer Per­so­nen- bzw. Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaft das Recht, sei­nen Ver­trags­part­ner zu ken­nen, selbst­ver­ständ­lich ist. Es folgt als unent­zieh­ba­res mit­glied­schaft­li­ches Recht aus dem durch den Gesell­schafts­ver­trag begrün­de­ten Ver­trags­ver­hält­nis als sol­chem [4]. Das auf Kennt­nis sei­ner Mit­ge­sell­schaf­ter gerich­te­te Aus­kunfts­be­geh­ren des Gesell­schaf­ters ist ledig­lich durch das Ver­bot der unzu­läs­si­gen Rechts­aus­übung (§ 242 BGB) und das Schi­ka­ne­ver­bot gemäß § 226 BGB begrenzt [5].

Danach steht dem Kom­man­di­tist jeden­falls das Recht auf Aus­kunft über die Namen und Anschrif­ten sei­ner gesell­schafts­ver­trag­lich mit ihm ver­bun­de­nen Mit­kom­man­di­tis­ten zu [6].

Der Kom­man­di­tist hat aber eben­so einen Anspruch auf Aus­kunft über die Namen und die Anschrif­ten der an der GmbH & Co. KG über die T. Betei­li­gungs­treu­hand GmbH betei­lig­ten Treu­ge­ber. Auch zu ihnen steht er in einem durch den Gesell­schafts­ver­trag begrün­de­ten Ver­trags­ver­hält­nis.

Es ent­spricht seit der Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs vom 13.05.1953 [7] der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs, dass im Fal­le einer soge­nann­ten offe­nen oder qua­li­fi­zier­ten Treu­hand, gera­de bei der treu­hän­de­ri­schen Zusam­men­fas­sung zahl­rei­cher Geld­ge­ber, die an der Gesell­schaft Betei­lig­ten ihr gesell­schafter­li­ches Innen­ver­hält­nis so gestal­ten kön­nen, als ob die Treu­ge­ber selbst Gesell­schaf­ter wären [8]. Durch eine sol­che Rege­lung besteht für die Betei­lig­ten die Mög­lich­keit, ihre Rechts­be­zie­hun­gen unter­ein­an­der der wirk­li­chen Sach­la­ge anzu­pas­sen; in die­ser Hin­sicht, d.h. bezo­gen auf die Ein- bezie­hung der Treu­ge­ber als Trä­ger der gesell­schafts­recht­li­chen Befug­nis­se und Pflich­ten in das Innen­ver­hält­nis als sol­ches, sind sie durch zwin­gen­des Recht nicht ein­ge­schränkt, da die Gestal­tung ihrer inter­nen Rechts­be­zie­hun­gen unter Beach­tung der sich aus dem Gesell­schafts­ver­hält­nis erge­ben­den Bin­dun­gen im All­ge­mei­nen einer frei­en ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­rung zugäng­lich ist [9]. Ein sol­ches Ver­trags­ver­hält­nis zwi­schen Gesell­schaf­tern und Treu­ge­bern ist regel­mä­ßig anzu­neh­men, wenn – wie bei Publi­ku­mens­ge­sell­schaf­ten häu­fig – die mit­tel­ba­re Betei­li­gung erst noch zu wer­ben­der Anle­ger und damit eine Ver­zah­nung von Gesell­schaft und Treu­hand im Gesell­schafts­ver­trag von vorn­her­ein vor­ge­se­hen ist und im Hin­blick dar­auf bestimm­te Rech­te und Pflich­ten der Anle­ger schon im Gesell­schafts­ver­trag gere­gelt sind.

Eine sol­che Rege­lung ist recht­lich unbe­denk­lich. Sol­len im Ein­zel­fall die Treu­ge­ber Rech­te aus­üben dür­fen, die, wie zum Bei­spiel das Stimm­recht, von der Mit­glied­schaft des Treu­hän­ders grund­sätz­lich nicht abge­spal­ten wer­den kön­nen, ist das aus­nahms­wei­se zuläs­sig, weil dem alle Gesell­schaf­ter im Gesell­schafts­ver­trag zuge­stimmt haben. Der Anle­ger muss die ihn betref­fen­den Rege­lun­gen des Gesell­schafts­ver­tra­ges, auf den er bei sei­nem Bei­tritt Bezug nimmt, regel­mä­ßig so ver­ste­hen, dass die Gesell­schaf­ter damit schlüs­sig den Treu­hand­ge­sell­schaf­ter, mit dem er unmit­tel­bar abschließt, bevoll­mäch­tigt haben, ihn wie einen Gesell­schaf­ter in das Gesell­schafts­ver­hält­nis (den Gesell­schafts­ver­band) ein­zu­be­zie­hen, soweit sei­ne Rechts­stel­lung im Gesell­schafts­ver­trag ange­spro­chen ist [10].

Auf­grund der ver­trag­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re der Ver­zah­nung von Gesell­schafts- und Treu­hand­ver­trag, haben die Treu­ge­ber im Innen­ver­hält­nis zu dem Kom­man­di­tist eine sol­che einem unmit­tel­ba­ren Gesell­schaf­ter ent­spre­chen­de Rechts­stel­lung erlangt.

Nach dem Inhalt des Gesell­schafts­ver­trags, den der Bun­des­ge­richts­hof selbst aus­le­gen kann [11], und unter Berück­sich­ti­gung des Treu­hand­ver­trags und des Zeich­nungs­scheins han­delt es sich bei dem Ver­hält­nis zwi­schen der Gesell­schaft und den unmit­tel­ba­ren Gesell­schaf­tern einer­seits und den Treu­ge­bern ande­rer­seits nicht um ein­fa­che zwei­sei­ti­ge Treu­hand­ver­hält­nis­se. Bereits in dem Zeich­nungs­schein haben sowohl der Kom­man­di­tist als auch die Treu­ge­ber erklärt, sie "betei­lig­ten" sich an der GmbH & Co. KG, wobei die Treu­hän­de­rin im Fall des Bei­tritts als Treu­ge­ber nur als rechts­tech­ni­sches Mit­tel zum Zweck erwähnt wird [12]. Die Bei­tritts­er­klä­run­gen sowohl der Kom­man­di­tis­ten als auch der Treu­ge­ber sind dar­auf gerich­tet, dass ihre Stel­lung in der Gesell­schaft sowohl durch den Gesell­schafts- als auch den Treu­hand­ver­trag ver­bind­lich gere­gelt wird. Der Gesell­schafts­ver­trag bestimmt, dass im Innen­ver­hält­nis der Gesell­schaf­ter unter­ein­an­der und der Gesell­schaf­ter zu den Treu­ge­bern die Treu­ge­ber wie unmit­tel­bar betei­lig­te Gesell­schaf­ter behan­delt wer­den und die (alle) Rege­lun­gen des Gesell­schafts­ver­tra­ges auch dann für den Treu­ge­ber gel­ten sol­len, wenn dort ledig­lich der "Gesell­schaf­ter" genannt ist. Für jeden Gesell­schaf­ter, d.h. für jeden Kom­man­di­tis­ten und für jeden Treu­ge­ber, wird "sei­ne Ein­la­ge" auf ein Fest­geld­kon­to gebucht, das den Kapi­tal­an­teil "des Gesell­schaf­ters" bil­det und maß­geb­lich unter ande­rem "für alle Gesell­schaf­ter­rech­te" ist. Stimm­be­rech­tigt sind die Treu­ge­ber selbst. Die gesetz­li­chen Kon­troll­rech­te (§ 166 HGB) ste­hen den Kom­man­di­tis­ten und den Treu­ge­bern in glei­chem Umfang selbst zu.

Der Treu­hand­ver­trag bestimmt, dass sich das Ver­hält­nis zwi­schen Treu­hän­der und Treu­ge­ber nach den Bestim­mun­gen des Gesell­schafts­ver­trags rich­ten soll und wie­der­holt unter ande­rem aus­drück­lich, dass dem Treu­ge­ber das Stimm­recht unmit­tel­bar zusteht.

Bei die­sem durch den Bei­tritt zustan­de gekom­me­nen Rechts­ver­hält­nis zwi­schen dem Kom­man­di­tist und den Treu­ge­bern han­delt es sich nicht um eine bloß schuld­recht­li­che Rechts­be­zie­hung, son­dern um ein von gesell­schafts­recht­li­chen Bin­dun­gen über­la­ger­tes Ver­trags­ver­hält­nis [13].

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs beruht in Fall­ge­stal­tun­gen wie der vor­lie­gen­den die Aus­ge­stal­tung der Rechts­stel­lung des Treu­ge­bers auf dem Gesell­schafts­ver­trag und nicht auf einer (bloß) schuld­recht­li­chen Abre­de mit der Gesell­schaft. Nur die Gesell­schaf­ter, nicht die Gesell­schaft, kön­nen dem Treu­ge­ber die einem unmit­tel­ba­ren Gesell­schaf­ter ent­spre­chen­de Stel­lung ver­schaf­fen [14]. Ins­be­son­de­re die Rege­lung, dass der Treu­ge­ber das Stimm­recht in der Gesell­schaft als ori­gi­nä­res eige­nes Recht aus­üben soll und damit unmit­tel­bar an der inter­nen Wil­lens­bil­dung der Gesell­schaft im Wege der Beschluss­fas­sung, mit­hin an der kol­lek­ti­ven rechts­ver­bind­li­chen Wil­lens­bil­dung des Ver­ban­des mit­wirkt, belegt eine einer unmit­tel­ba­ren Mit­glied­schaft ent­spre­chen­de Berech­ti­gung (und Ver­pflich­tung) des Treu­ge­bers. Durch sein Stimm­recht hat er die Rechts­macht, unmit­tel­bar auf die Ver­wirk­li­chung und die För­de­rung des Gesell­schafts­zwecks und den wirt­schaft­li­chen Erfolg der Gesell­schaft ein­zu­wir­ken [15]. Durch einen schuld­recht­li­chen Ver­trag kön­nen kei­ne sol­chen einer Mit­glied­schaft gleich kom­men­den Herr­schafts­rech­te in einer Gesell­schaft begrün­det wer­den.

Durch den Gesell­schafts­ver­trag ist der Treu­ge­ber ent­spre­chend einem unmit­tel­ba­ren Gesell­schaf­ter sta­tu­ta­risch in das Innen­ver­hält­nis der Gesell­schaft ein­be­zo­gen. Er ist wie ein Gesell­schaf­ter ver­pflich­tet, den Gesell­schafts­zweck zu för­dern; eben­so trifft ihn die gesell­schafter­li­che Treue­pflicht [16]. Durch sei­ne Haf­tung im Innen­ver­hält­nis nach § 735 BGB (bei der Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts und bei der offe­nen Han­dels­ge­sell­schaft) und durch den Auf­wen­dungs­er­satz­an­spruch aus §§ 675, 670 BGB bzw. auf­grund der ent­spre­chen­den Rege­lun­gen in den Treu­hand­ver­trä­gen (bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft) ist der Treu­ge­ber zudem von dem, von ihm durch sein Stimm­recht (mit-)beeinflussten Erfolg oder Miss­erfolg der Gesell­schaft im Ergeb­nis wirt­schaft­lich genau­so betrof­fen, als wäre er (Voll-)Gesellschafter [17]. Ange­sichts des­sen begeg­net die Annah­me einer unmit­tel­ba­ren Mit­glied­schaft ent­spre­chen­den Rechts­stel­lung des qua­li­fi­zier­ten Treu­ge­bers auch kei­nen Beden­ken im Hin­blick dar­auf, dass die Mit­glied­schaft in einer Gesell­schaft nach der Rechts­ord­nung all­ge­mein auf eine in sich abge­stimm­te "Ein­heit von Rech­ten, Pflich­ten und Ver­ant­wor­tung" hin ange­legt ist [18]. Der qua­li­fi­zier­te Treu­ge­ber unter­schei­det sich von einem Voll­ge­sell­schaf­ter ledig­lich dadurch, dass beim (qua­li­fi­zier­ten) Treu­ge­ber die ding­li­che Berech­ti­gung am Gesamt­hand­s­ver­mö­gen sofern man hier § 4 Nr. 2 Satz 2 des Gesell­schafts­ver­tra­ges nicht etwas Ande­res ent­neh­men will und die mit der for­ma­len Gesell­schaf­ter­stel­lung ver­bun­de­ne Außen­haf­tung feh­len [19].

Die Beklag­ten haben, wie das Beru­fungs­ge­richt ent­ge­gen der Ansicht der Revi­si­on zutref­fend erkannt hat, kein Recht, dem Kom­man­di­tist die Aus­kunft auf­grund der Rege­lung zum "Daten­schutz" in § 18 des Gesell­schafts­ver­tra­ges zu ver­wei­gern.

Das Recht, die Ver­trags­part­ner des Gesell­schafts­ver­tra­ges, das heißt alle ande­ren zu den Bedin­gun­gen des Gesell­schafts­ver­tra­ges der Fonds­ge­sell­schaft Bei­getre­te­nen, zu ken­nen, kann im Gesell­schafts­ver­trag, auch nicht im Gesell­schafts­ver­trag einer Publi­kums­kom­man­dit­ge­sell­schaft, nicht aus­ge­schlos­sen wer­den [20]. Soweit die Rege­lung im Gesell­schafts­ver­trag das Aus­kunfts­recht der Kom­man­di­tis­ten und der Treu­ge­ber aus­schließt, ver­stößt sie gegen § 242 BGB und ist unwirk­sam. Hier­an hält der Bun­des­ge­richts­hof trotz der im Schrift­tum geäu­ßer­ten Kri­tik [21] fest.

Der Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs, eine das Aus­kunfts­recht aus­schlie­ßen­de Rege­lung des Gesell­schafts­ver­tra­ges ver­sto­ße gegen § 242 BGB, kann das Anony­mi­täts­in­ter­es­se eines Anle­gers, der sich an einer Publi­kums­kom­man­dit­ge­sell­schaft betei­ligt, "die nur ein Kapi­tal­sam­mel­be­cken dar­stel­le", nicht mit Erfolg ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den.

Dass die Rege­lung des § 67 Abs. 6 AktG auf die Publi­kums­kom­man­dit­ge­sell­schaft wegen der Unter­schied­lich­keit der Fall­ge­stal­tun­gen nicht über­trag­bar ist, hat der Bun­des­ge­richts­hof bereits ent­schie­den [22]. Hin­zu kommt, dass es auch bei Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten kei­nen unbe­grenz­ten Schutz der Anony­mi­tät des Kapi­tal­an­le­gers gibt.

So ist ins­be­son­de­re gera­de bei bör­sen­no­tier­ten Akti­en­ge­sell­schaf­ten auf­grund der bereits bei einer Stimm­rechts­be­tei­li­gung von 3 % ein­set­zen­den Mit­tei­lungs­pflicht (§ 21 Abs. 1 WpHG) der Anony­mi­täts­schutz stark ein­ge­schränkt. Bei einem Treu­hand­ver­hält­nis trifft die­se Mel­de­pflicht (auch) den Treu­ge­ber [23].

Auch bei der GmbH hat der Gesell­schaf­ter grund­sätz­lich einen Anspruch dar­auf, zu wis­sen, wer sei­ne Mit­ge­sell­schaf­ter, also Inha­ber der übri­gen Geschäfts­an­tei­le sind. Hält ein Gesell­schaf­ter sei­nen Geschäfts­an­teil treu­hän­de­risch für einen Drit­ten, so wird im Schrift­tum davon aus­ge­gan­gen, dass die Gesell­schaf­ter einen Anspruch auf Kund­ga­be der Iden­ti­tät des Treu­ge­bers des (unmit­tel­ba­ren) GmbH-Gesell­schaf­ters haben [24]. Zur Begrün­dung wird u.a. ange­führt, dass in der Per­son des Treu­ge­bers Umstän­de vor­lie­gen könn­ten, die zum Bei­spiel zu einem Stimm­ver­bot des Treu­hän­ders oder gar zu des­sen Aus­schluss aus der Gesell­schaft füh­ren könn­ten. Um beur­tei­len zu kön­nen, ob sol­che Umstän­de vor­lie­gen oder nicht, sei­en die Mit­ge­sell­schaf­ter auf die Kennt­nis der Iden­ti­tät des Treu­ge­bers ange­wie­sen.

Auch bei der Publi­kums­per­so­nen­ge­sell­schaft ist der Gesell­schaf­ter aus einer Viel­zahl von Grün­den gleich­falls auf die Kennt­nis der Iden­ti­tät sei­ner Mit­ge­sell­schaf­ter ange­wie­sen:

Auch hier kann sich die Fra­ge stel­len, ob in der Per­son eines Stimm­be­rech­tig­ten Umstän­de vor­lie­gen, die ein Stimm­ver­bot begrün­den [25]. Sind Anle­gern, die sich ledig­lich als Treu­ge­ber betei­li­gen, inner­halb der Gesell­schaft wie unmit­tel­ba­ren Gesell­schaf­tern Stimm­rech­te ein­ge­räumt, müs­sen sich die unmit­tel­ba­ren Gesell­schaf­ter und die stimm­be­rech­tig­ten Treu­ge­ber folg­lich Kennt­nis über die Iden­ti­tät der ande­ren stimm­be­rech­tig­ten Anle­ger ver­schaf­fen kön­nen, um beur­tei­len zu kön­nen, ob ande­re Anle­ger mög­li­cher­wei­se wegen des Bestehens eines Stimm­ver­bots von der Beschluss­fas­sung aus­ge­schlos­sen sind. Der Kom­man­di­tist hat einen Anspruch dar­auf, dass ihm die Iden­ti­tät der ande­ren (stimm­be­rech­tig­ten) Anle­ger offen­ge­legt und er dadurch in die Lage ver­setzt wird, die­se Rech­te infor­miert aus­zu­üben.

Der einem Kom­man­di­tis­ten im Innen­ver­hält­nis gleich­ge­stell­te Treu­ge­ber unter­liegt wie jener der gesell­schafter­li­chen Treue­pflicht. Etwai­ge Treu­pflicht­ver­stö­ße kön­nen Gesell­schaf­tern und Mit­treu­ge­bern, wenn ihnen die Iden­ti­tät der wie unmit­tel­ba­re Gesell­schaf­ter betei­lig­ten (ande­ren) Treu­ge­ber nicht offen­ge­legt wer­den muss, aber bereits des­halb ver­bor­gen blei­ben. So darf etwa ein Kom­man­di­tist und folg­lich auch ein ihm im Innen­ver­hält­nis gesell­schafts­ver­trag­lich gleich­ge­stell­ter Treu­ge­ber auch dann, wenn er, wie im Regel­fall nach § 165 HGB, kei­nem Wett­be­werbs­ver­bot unter­liegt, wegen der ihm als Gesell­schaf­ter oblie­gen­den Treue­pflicht kei­ne Geschäf­te an sich zie­hen, die in den Geschäfts­be­reich der Gesell­schaft fal­len und die­ser auf­grund bestimm­ter kon­kre­ter Umstän­de bereits zuge­ord­net sind [26]. Einen der­ar­ti­gen Treue­pflicht­ver­stoß könn­ten die Mit­ge­sell­schaf­ter und Mit­treu­ge­ber bei­spiels­wei­se ohne Wis­sen um die Wett­be­werbs­si­tua­ti­on nicht erken­nen.

Fer­ner besteht ein für die Betei­li­gung an der Gesell­schaft beach­tens­wer­tes Inter­es­se der ein­zel­nen Anle­ger, sich über die Zusam­men­set­zung des Gesell­schaf­ter- und Treu­ge­ber­krei­ses zu infor­mie­ren. Es kann für den Anle­ger bei­spiels­wei­se von Bedeu­tung sein, ob sich der bei sei­nem Bei­tritt vor­han­de­ne Gesell­schaf­ter­kreis spä­ter ver­än­dert und ob etwa Antei­le von bestimm­ten (natür­li­chen oder juris­ti­schen) Per­so­nen erwor­ben wer­den. Da die Treu­ge­ber nach dem Treu­hand­ver­trag und dem Gesell­schafts­ver­trag zur Über­tra­gung "ihres Gesell­schafts­an­teils" nur der Zustim­mung des geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­ters der Fonds­ge­sell­schaft bedür­fen, kann sich der Gesell­schaf­ter­kreis der Publi­kums­kom­man­dit­ge­sell­schaft ohne wei­te­res erheb­lich ver­än­dern. So könn­te z.B. die finan­zie­ren­de Bank oder auch der Geschäfts­füh­rer der Kom­ple­men­tärGmbH einen Groß­teil der Treu­ge­ber­an­tei­le ohne Wis­sen der nicht betei­lig­ten Gesell­schaf­ter und Treu­ge­ber erwer­ben und so einen auf die geschäft­li­che Ent­wick­lung des Fonds und damit auf die Betei­li­gung der übri­gen Anle­ger erheb­li­chen Ein­fluss gewin­nen. Auch in die­sem Fall ist wie z.B. bei bör­sen­no­tier­ten Akti­en­ge­sell­schaf­ten die für die Gesell­schaf­ter und die ihnen gleich­ge­stell­ten Treu­ge­ber not­wen­di­ge Trans­pa­renz nur her­stell­bar, wenn sie Anspruch auf Kennt­nis der Iden­ti­tät ihrer Ver­trags­part­ner haben.

Davon abge­se­hen ist ins­be­son­de­re nach § 12 Nr. 6 des Gesell­schafts­ver­trags die Stimm­kraft vom Umfang der Betei­li­gung des jewei­li­gen Gesell­schaf­ters oder Treu­ge­bers abhän­gig. Um sei­ne Mit­glied­schafts­rech­te infor­miert aus­üben zu kön­nen, muss der Anle­ger einer Publi­kums­kom­man­dit­ge­sell­schaft wis­sen, wie die Stim­men und damit die Macht­ver­hält­nis­se in der Gesell­schaft ver­teilt sind. Es macht für sei­ne Stel­lung als Gesell­schaf­ter einen ent­schei­den­den Unter­schied, ob der Treu­hand­kom­man­di­tist sein Stimm­recht auf­grund der Wei­sung von vie­len ver­schie­de­nen Klein­an­le­gern aus­übt oder ob er als "Sprach­rohr" eines oder weni­ger, ihre Indi­vi­dual­in­ter­es­sen ver­fol­gen­der Groß­an­le­ger fun­giert [27].

Ange­sichts des­sen reicht es zur ord­nungs­ge­mä­ßen Wahr­neh­mung sei­ner ihm im Innen­ver­hält­nis der Gesell­schaft ein­ge­räum­ten Rech­te für den Kom­man­di­tist ent­ge­gen der Ansicht der Revi­si­on ersicht­lich nicht aus, dass er nach dem Gesell­schafts­ver­trag der beklag­ten Fonds­ge­sell­schaft das Recht hat, Anträ­ge im Umlauf­ver­fah­ren zu stel­len.

Anders als die Revi­si­on in Über­ein­stim­mung mit Tei­len der Lite­ra­tur meint [28], ist es hin­ge­gen für das Bestehen des Aus­kunfts­rechts ohne Bedeu­tung, dass die Kom­man­di­tis­ten anders als die Gesell­schaf­ter einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts oder die einer offe­nen Han­dels­ge­sell­schaft kei­ner unbe­schränk­ten per­sön­li­chen Außen­haf­tung unter­lie­gen. Das dem Kom­man­di­tis­ten zuste­hen­de Mit­glied­schafts­recht auf Aus­kunft ist nicht abhän­gig von dem Umfang der per­sön­li­chen Haf­tung und dem Bestehen etwai­ger Aus­gleichs­an­sprü­che zwi­schen Gesell­schaf­tern, wie der Bun­des­ge­richts­hof bereits mit Urteil vom 11.01.2011 [29] ent­schie­den hat. Ohne Belang für das Bestehen des Aus­kunfts­rechts ist auch, ob in dem Gesell­schafts­ver­trag selbst schon Mit­wir­kungs­rech­te des Gesell­schaf­ters oder Treu­ge­bers gere­gelt sind, die er nur gemein­sam mit ande­ren aus­üben kann, oder ob es an sol­chen Rege­lun­gen fehlt. Das Aus­kunfts­recht ist von sol­chen aus­drück­lich gere­gel­ten Vor­aus­set­zun­gen der Mit­wir­kung nicht abhän­gig [30]. Wenn wie hier im Gesell­schafts­ver­trag der GmbH & Co. KG ver­ein­bart ist, dass ein Quo­rum für die Ein­be­ru­fung einer Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung erfor­der­lich ist, das der Gesell­schaf­ter oder Treu­ge­ber nur errei­chen kann, wenn er die Mög­lich­keit hat, Kon­takt zu den ande­ren Gesell­schaf­tern und Treu­ge­bern auf­zu­neh­men, ist das ledig­lich ein wei­te­rer Beleg dafür, dass der Gesell­schafts­ver­trag das Bestehen des Aus­kunfts­rechts als selbst­ver­ständ­lich vor­aus­setzt.

Das Beru­fungs­ge­richt hat in Über­ein­stim­mung mit der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs [31] eben­falls zu Recht ein schüt­zens­wer­tes Geheim­hal­tungs­in­ter­es­se der Treu­ge­ber aus daten­schutz­recht­li­chen Grün­den ver­neint. Im Rah­men des zwi­schen dem Kom­man­di­tist und den Treu­ge­bern bestehen­den Ver­trags­ver­hält­nis­ses ist der Kom­man­di­tist wie dar­ge­legt bei ver­nünf­ti­ger Betrach­tung auf die Daten­ver­wen­dung zur Wahr­neh­mung sei­ner Mit­glied­schafts­rech­te aus dem Ver­trags­ver­hält­nis ange­wie­sen.

Dem Aus­kunfts­an­spruch des Kom­man­di­tists steht auch nicht die Gefahr des Miss­brauchs der Daten ent­ge­gen.

Wie der Bun­des­ge­richts­hof bereits ent­schie­den hat, ist das Aus­kunfts­be­geh­ren des Gesell­schaf­ters, gerich­tet auf Mit­tei­lung der Namen und Anschrif­ten der Mit­ge­sell­schaf­ter, nur durch das Ver­bot der unzu­läs­si­gen Rechts­aus­übung (§ 242 BGB) und das Schi­ka­ne­ver­bot gemäß § 226 BGB begrenzt [32]. Eine abs­trak­te Miss­brauchs­ge­fahr allein recht­fer­tigt es nicht, einem Ver­trags­part­ner das Recht zuzu­ge­ste­hen, gegen­über dem ande­ren sei­nen Namen und sei­ne Anschrift zu ver­heim­li­chen [33].

Der Bun­des­ge­richts­hof ver­kennt hier­bei nicht, dass anwalt­li­che Ver­tre­ter von Anle­gern die aus Aus­kunfts­ver­fah­ren der vor­lie­gen­den Art gewon­ne­nen Erkennt­nis­se zur Kon­takt­auf­nah­me mit bis­lang unbe­kann­ten Anle­gern nut­zen kön­nen. Allein dadurch wird jedoch nicht die kon­kre­te Gefahr eines Daten­miss­brauchs begrün­det. Erfolgt die Kon­takt­auf­nah­me etwa im Auf­trag des obsie­gen­den Aus­kunfts­klä­gers, schei­det ein Miss­brauch bereits dann aus, wenn ein Kom­man­di­tist den Kon­takt des­halb sucht, um sich mit den ande­ren Anle­gern über aus sei­ner Sicht hin­sicht­lich der Gesell­schaft bestehen­de Pro­ble­me aus­zu­tau­schen. Eben­so wenig ist es bedenk­lich, wenn ein Kom­man­di­tistan­walt im Auf­trag sei­nes Man­dan­ten durch die Kon­takt­auf­nah­me mit ande­ren Anle­gern z.B. ver­sucht, eine Inter­es­sen­ge­mein­schaft unter den Anle­gern zu orga­ni­sie­ren. Nutzt der Anwalt eines (erfolg­reich) auf Aus­kunft kla­gen­den Anle­gers dage­gen die Daten eigen­mäch­tig, d.h. ohne eine dahin­ge­hen­de Beauf­tra­gung durch den Anle­ger im Rah­men der Ver­fol­gung von des­sen Inter­es­sen, zur Wer­bung um kon­kre­te Man­da­te, liegt dar­in zwar ein Miss­brauch der Daten. Die­ser kann aber zum einen nicht dem kla­gen­den Anle­ger als eige­ner Miss­brauch ange­las­tet wer­den, sofern er nicht mit dem miss­bräuch­lich Han­deln­den kol­lu­siv zusam­men­wirkt. Zum ande­ren sind in die­sem Fall berufs­recht­li­che (durch Ein­schal­tung der Auf­sicht der Rechts­an­walts­kam­mern), wett­be­werbs­recht­li­che [34] und daten­schutz­recht­li­che [35] Rechts­be­hel­fe gege­ben, um gegen ein der­ar­ti­ges miss­bräuch­li­ches Ver­hal­ten eines Anwalts vor­zu­ge­hen. Ein Anlass, wegen der (bloß abs­trak­ten) Gefahr des Miss­brauchs der Daten durch sei­nen Anwalt dem kla­gen­den Anle­ger die Aus­kunft zu ver­wei­gern, besteht in die­sen Fäl­len nicht.

Die Beklag­ten haben wie die Revi­si­on selbst ein­räumt in ers­ter Instanz ledig­lich auf die Gefahr einer Man­dats­ak­qui­si­ti­on durch die Kom­man­di­tistan­wäl­te hin­ge­wie­sen. Die­sem Vor­brin­gen lässt sich die hin­rei­chend kon­kre­te Gefahr einer unzu­läs­si­gen Auf­nah­me von Kon­tak­ten zu ande­ren Anle­gern sowie eines inso­weit kol­lu­si­ven Zusam­men­wir­kens zwi­schen dem Kom­man­di­tist und sei­nen Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten nicht ent­neh­men. Ein ent­schei­dungs­er­heb­li­cher Ver­stoß des Beru­fungs­ge­richts gegen Art. 103 GG ist somit mit dem Hin­weis auf das erst­in­stanz­li­che Vor­brin­gen der Beklag­ten nicht dar­ge­legt. Soweit die Revi­si­on dar­auf ver­weist, auf einen ent­spre­chen­den Hin­weis des Beru­fungs­ge­richts hät­ten die Beklag­ten schrift­sätz­lich erläu­tert, wes­halb sie eine kon­kre­te Miss­brauchs­ge­fahr bei Her­aus­ga­be der per­sön­li­chen Daten der Treu­ge­ber sehen, ist damit gleich­falls ein ent­schei­dungs­er­heb­li­cher Ver­stoß des Beru­fungs­ge­richts gegen § 139 ZPO, Art. 103 GG nicht ord­nungs­ge­mäß gerügt. Die Revi­si­on hät­te dar­le­gen müs­sen, wel­chen kon­kre­ten Vor­trag die Beklag­ten in die­sem Fall gehal­ten hät­ten (§ 551 Abs. 3 Nr. 2 b ZPO) [36]. Dar­an fehlt es hier.

Die aus­kunfts­pflich­ti­gen Per­so­nen

Sowohl die GmbH & Co. KG als auch die Kom­ple­men­tär-GmbH sind zur Aus­kunft ver­pflich­tet.

Soweit sich die Gegen­an­sicht dafür, das nur die Kom­ple­men­tär-GmbH als geschäfts­füh­ren­des Organ, nicht auch die beklag­te Fonds­ge­sell­schaft selbst pas­siv­le­gi­ti­miert sei, auf die Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ge­richts­hofs vom 20.06.1983 [37] und vom 11.01.2011 [38] beruft, ver­kennt sie, dass der Bun­des­ge­richts­hof in den genann­ten Ent­schei­dun­gen kei­nen Anlass hat­te, über die Fra­ge des Bestehens eines Aus­kunfts­an­spruchs gegen die Kom­man­dit­ge­sell­schaft selbst zu ent­schei­den. Gegen­stand der Ver­fah­ren waren jeweils nur Aus­kunfts­an­sprü­che gegen den geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­ter.

Es ent­spricht viel­mehr der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs, dass sich die aus dem Infor­ma­ti­ons­recht des Kom­man­di­tis­ten fol­gen­den Ansprü­che jeden­falls gegen die Gesell­schaft, dane­ben auch gegen das geschäfts­füh­ren­de Organ [39] und gege­be­nen­falls auch gegen ande­re Mit­ge­sell­schaf­ter [40], also z.B. die regis­ter­füh­ren­de Treu­hand­kom­man­di­tis­tin, rich­ten. Dem steht auch nicht der Umstand ent­ge­gen, dass das geschäfts­füh­ren­de Organ bzw. der Mit­ge­sell­schaf­ter, die anstel­le der jeden­falls aus­kunfts­pflich­ti­gen Gesell­schaft ver­klagt wer­den, mit Pro­zess­kos­ten belas­tet wer­den kön­nen. Die­se kön­nen sie von der Gesell­schaft ersetzt ver­lan­gen, wenn sie die Pro­zess­füh­rung für im Inter­es­se der Gesell­schaft erfor­der­lich hal­ten durf­ten [41].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 5. Febru­ar 2013 – II ZR 136/​11

  1. sie­he zu den hier­zu ver­tre­te­nen Ansich­ten Binz/​Sorg, Die GmbH & Co. KG, 11. Aufl., § 5 Rn. 93 ff.; Mar­tens in Schle­gel­ber­ger, HGB, 5. Aufl., § 166 Rn. 17 ff.; v. Gerkan/​Haas in Röhricht/​Graf v. West­pha­len, HGB, 3. Aufl., § 166 Rn. 26 ff.; Oetker in Oetker, HGB, 2. Aufl., § 166 Rn. 13 ff.; Münch­Komm-HGB/­Gru­ne­wald, 3. Aufl., § 166 Rn. 11 ff.; Gum­mert in Henssler/​Strohn, Gesell­schafts­recht, HGB § 166 Rn. 18; Ader­hold in Wes­ter­mann, Hand­buch Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten, Stand 2012, § 49 Rn. 2388 f.; Wei­pert in Ebenroth/​Boujong/​Joost/​Strohn, HGB, 2. Aufl. § 166 Rn. 17[]
  2. BGH, Beschluss vom 21.09.2009 – II ZR 264/​08, ZIP 2010, 27 Rn. 8, 10[]
  3. II ZR 187/​09, ZIP 2011, 322 Rn. 11, 18[]
  4. inso­weit zustim­mend Alt­mep­pen, NZG 2010, 1321, 1322; ders., ZIP 2011, 326, 328[]
  5. BGH, Urteil vom 11.01.2011 – II ZR 187/​09, ZIP 2011, 322 Rn. 22[]
  6. so schon BGH, Urteil vom 11.01.2011 – II ZR 187/​09, ZIP 2011, 322 Rn. 18[]
  7. BGH vom 13. Mai 1953 – II ZR 157/​52, BGHZ 10, 44, 49 f.[]
  8. sie­he nur BGH, Urteil vom 30.03.1987 – II ZR 163/​86, ZIP 1987, 912, 913; Urteil vom 23.06.2003 – III ZR 46/​02, ZIP 2003, 1702, 1703; Urteil vom 13.07.2006 – III ZR 361/​04, ZIP 2006, 1631 Rn. 10; Urteil vom 11.11.2008 – XI ZR 468/​07, BGHZ 178, 271 Rn.20; Urteil vom 11.10.2011 II ZR 242/​09, ZIP 2011, 2299 Rn. 16 ff.[]
  9. BGH, Urteil vom 13.05.1953 – II ZR 157/​52, BGHZ 10, 44, 49 f. mwN[]
  10. BGH, Urteil vom 30.03.1987 – II ZR 163/​86, ZIP 1987, 912, 913; Urteil vom 11.11.2008 – XI ZR 468/​07, BGHZ 178, 271 Rn.20; Urteil vom 11.10.2011 – II ZR 242/​09, ZIP 2011, 2299 Rn. 16; Teb­ben, ZGR 2001, 586, 612 f.; Staub/​Schäfer, HGB, 5. Aufl., § 105 Rn. 107; Münch­Komm-BGB/Ul­mer, 5. Aufl., § 705 Rn. 91 ff.[]
  11. st. Rspr., sie­he nur BGH, Urteil vom 11.10.2011 – II ZR 242/​09, ZIP 2011, 2299 Rn. 18 mwN[]
  12. vgl. hier­zu BGH, Urteil vom 02.07.2001 – II ZR 304/​00, BGHZ 148, 201, 205[]
  13. vgl. BGH, Urteil vom 23.06.2003 – II ZR 46/​02, ZIP 2003, 1702, 1703[]
  14. BGH, Urteil vom 30.03.1987 – II ZR 163/​86, ZIP 1987, 912, 913; Urteil vom 11.10.2011 – II ZR 242/​09, ZIP 2011, 2299 Rn. 16[]
  15. so zutref­fend Teb­ben, ZGR 2001, 586, 600 f.; sie­he hier­zu auch K. Schmidt, NZG 2011, 361, 366 f.; zwei­felnd an einer gesell­schafts­ver­trag­li­chen Ver­bin­dung Wie­de­mann, ZIP 2012, 1786, 1788; kri­tisch Arm­brüs­ter, Die treu­hän­de­ri­sche Betei­li­gung an Gesell­schaf­ten, 2001, S. 175 ff.; ableh­nend Alt­mep­pen, NZG 2010, 1321, 1326[]
  16. so auch Hopt in Baumbach/​Hopt, HGB, 35. Aufl., § 105 Rn. 34; ähn­lich Arm­brüs­ter, Die treu­hän­de­ri­sche Betei­li­gung an Gesell­schaf­ten, 2001, S. 341, 355 ff.; Teb­ben, ZGR 2001, 586, 610; für die qua­li­fi­zier­te Treu­hand am GmbH­An­teil: Ulmer, Fest­schrift Oders­ky, 1996, S. 873, 890[]
  17. vgl. BGH, Urteil vom 11.10.2011 – II ZR 242/​09, ZIP 2011, 2299 Rn. 40; Urteil vom 05.05.2010 – III ZR 209/​09, BGHZ 185, 310 Rn. 11 mwN; Urteil vom 11.11.2008 – XI ZR 468/​07, BGHZ 178, 271 Rn. 24[]
  18. vgl. hier­zu BGH, Urteil vom 11.10.1976 – II ZR 119/​75, WM 1976, 1247, 1250 unter Bezug­nah­me auf Wie­de­mann, Die Über­tra­gung und Ver­er­bung von Mit­glied­schafts­rech­ten bei Han­dels­ge­sell­schaf­ten, 1965, S. 276, 283 ff.; sie­he auch Teb­ben, ZGR 2001, 586, 611 f.; Arm­brüs­ter, Die treu­hän­de­ri­sche Betei­li­gung an Gesell­schaf­ten, 2001, S.199 ff.[]
  19. vgl. Teb­ben, ZGR 2001, 586, 610; zur feh­len­den Außen­haf­tung BGH, Urteil vom 21.03.2011 – II ZR 271/​08, BGHZ 189, 45 Rn. 10; Urteil vom 11.11.2008 – XI ZR 468/​07, BGHZ 178, 271 Rn. 21 ff.; Urteil vom 19.07.2011 – II ZR 300/​08, ZIP 2011, 1657 Rn. 36 mwN[]
  20. vgl. BGH, Urteil vom 11.01.2011 – II ZR 187/​09, ZIP 2011, Rn.20 mwN; die gegen die­ses Urteil ein­ge­leg­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de ist nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men wor­den: BVerfG, Beschluss vom 08.02.2012 – 1 BvR 623/​11[]
  21. vgl. Alt­mep­pen, NZG 2010, 1321, 1327; ders., ZIP 2011, 326, 327 f.; Arm­brüs­ter, Fest­schrift Kanz­lei­ter, 2010, S. 31, 40; Asmus/​Markwardt, ZIP 2012, 1581, 1588 f.; Voigt, NZG 2011, 256, 257 f.; Wol­fer, GWR 2011, 77, 78 f.; Paul, GWR 2011, 225, 227 ff.[]
  22. BGH, Urteil vom 11.01.2011 – II ZR 187/​09, ZIP 2011, 322 Rn. 16 mwN[]
  23. BGH, Urteil vom 19.07.2011 – II ZR 246/​09, BGHZ 190, 291 Rn. 27; Uwe H. Schnei­der in Assmann/​Uwe H. Schnei­der, WpHG, 6. Aufl., § 22 Rn. 56 ff. mwN[]
  24. sie­he nur Scholz/​Emmerich, GmbHG, 11. Aufl., § 2 Rn. 58a; Reichert/​Weller in Münch­Komm-GmbHG, § 15 Rn. 228; sie­he auch OLG Ham­burg, WM 1993, 1098 f.[]
  25. sie­he zum Stimm­ver­bot in Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten BGH, Urteil vom 07.02.2012 – II ZR 230/​09, ZIP 2012, 917 Rn. 16 mwN; sie­he hier­zu auch Arm­brüs­ter, Die treu­hän­de­ri­sche Betei­li­gung an Gesell­schaf­ten, 2001, S. 264 ff.[]
  26. BGH, Urteil vom 08.05.1989 – II ZR 229/​88, ZIP 1989, 986, 987[]
  27. vgl. schon Wie­de­mann, WM 1992, Son­der­bei­la­ge 7, S. 43: "Jeder Gesell­schaf­ter muss wis­sen, was vor­geht, um sinn­voll mit­wir­ken zu kön­nen und recht­zei­tig aus­stei­gen zu kön­nen"[]
  28. Sester/​Voigt, NZG 2010, 375, 378; Hol­ler, ZIP 2010, 2429, 2432, 2435; Wol­fer, NZG 2011, 854[]
  29. BGH, Urteil vom 11.01.2011 – II ZR 187/​09, ZIP 2011, 322 Rn. 18[]
  30. vgl. BGH, Urteil vom 11.01.2011 – II ZR 187/​09, ZIP 2011, 322 Rn. 22; vgl. auch BVerfG, Beschluss vom 18.01.1991 – 1 BvR 185/​91[]
  31. sie­he nur BGH, Urteil vom 11.01.2011 – II ZR 187/​09, ZIP 2011, 322 Rn. 17 mwN[]
  32. BGH, Urteil vom 11.01.2011 – II ZR 187/​09, ZIP 2011, 322 Rn. 22 mwN[]
  33. BGH, Beschluss vom 21.09.2009 – II ZR 264/​08, ZIP 2010, 27 Rn. 13[]
  34. vgl. hier­zu OLG Mün­chen, GRUR-RR 2012, 163; OLG Köln, Beck­RS 2013, 01363; all­ge­mein Köhler/​Bornkamm, UWG, 31. Aufl., § 4 Rn. 11.96; sie­he auch AG Weil­heim, NJW 2013, 243[]
  35. sie­he hier­zu Paul, GWR 2011, 225, 230[]
  36. sie­he hier­zu BGH, Urteil vom 06.05.1999 – IX ZR 430/​97, ZIP 1999, 995, 996 f.; Urteil vom 11.05.2004 XI ZR 22/​03, jew. mwN[]
  37. BGH, Urteil vom 20.06.1983 – II ZR 85/​82, ZIP 1983, 935 ff.[]
  38. BGH, Urteil vom 11.01.2011 – II ZR 187/​09, ZIP 2011, 322 Rn. 11, 18[]
  39. BGH, Urteil vom 08.07.1957 – II ZR 54/​56, BGHZ 25, 115, 118; Urteil vom 28.05.1962 – II ZR 156/​61, WM 1962, 883[]
  40. BGH, Urteil vom 28.05.1962 – II ZR 156/​61, WM 1962, 883; eben­so Urteil vom 11.01.2011 – II ZR 187/​09, ZIP 2011, 322 Rn. 18; zustim­mend Staub/​Schäfer, HGB, 5. Aufl., § 118 Rn. 10 mwN[]
  41. vgl. Staub/​Schäfer, HGB, 5. Aufl., § 118 Rn. 10 mwN[]