Aus­schluss aus der Publi­kums­ge­sell­schaft – und die ver­säum­te Anfech­tungs­frist

Der Ent­zug der Gesell­schaf­ter­stel­lung durch zwangs­wei­ses Aus­schei­den ist nur mit Zustim­mung des betrof­fe­nen Gesell­schaf­ters mög­lich. Die Zustim­mung kann dabei sowohl anti­zi­piert durch ein­deu­ti­ge Rege­lung im Gesell­schafts­ver­trag erfol­gen als auch durch Zustim­mung zu einem Beschluss, durch den – nach­träg­lich – eine Aus­schluss­re­ge­lung in den Gesell­schafts­ver­trag ein­ge­fügt wird 1.

Aus­schluss aus der Publi­kums­ge­sell­schaft – und die ver­säum­te Anfech­tungs­frist

Die Ver­säu­mung der Anfech­tungs­frist durch die Gesell­schaf­ter ersetzt die­se Zustim­mung – wie das Beru­fungs­ge­richt zutref­fend erkannt hat – nicht 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Juni 2015 – II ZR 110/​14

  1. BGH, Urteil vom 19.10.2009 – II ZR 240/​08, BGHZ 183, 1 Rn. 16 Sanie­ren oder Aus­schei­den; Urteil vom 25.01.2011 – II ZR 122/​09, ZIP 2011, 768 Rn. 18[]
  2. BGH, Urteil vom 19.10.2009 – II ZR 240/​08, BGHZ 183, 1 Rn. 16 mwN Sanie­ren oder Aus­schei­den[]