Der feh­ler­haf­te Bei­tritt zu einer GbR

Die Grund­sät­ze der feh­ler­haf­ten Gesell­schaft fin­den nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs auch bei einem feh­ler­haf­ten Bei­tritt zu einer Per­so­nen­ge­sell­schaft Anwen­dung 1.

Der feh­ler­haf­te Bei­tritt zu einer GbR

Der feh­ler­haft voll­zo­ge­ne Bei­tritt ist damit regel­mä­ßig nicht von Anfang an unwirk­sam, son­dern kann nur mit Wir­kung für die Zukunft durch eine von dem Gesell­schaf­ter erklär­te Kün­di­gung gel­tend gemacht wer­den. Bis zum Zugang der Kün­di­gungs­er­klä­rung ist der voll­zo­ge­ne Bei­tritt grund­sätz­lich voll wirk­sam, so dass sich die Rech­te und Pflich­ten der Gesell­schaf­ter nach dem Gesell­schafts­ver­trag rich­ten 2.

Daher bleibt der Gesell­schaf­ter bis zur wirk­sa­men Kün­di­gung auch zur Leis­tung der von ihm nach dem Gesell­schafts­ver­trag zu erbrin­gen­den Bei­trä­ge ver­pflich­tet.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. April 2016 – XII ZR 147/​14

  1. vgl. BGHZ 153, 214 = NJW 2003, 1252, 1254 mwN und BGH Urteil vom 14.10.1991 – II ZR 212/​90 , NJW 1992, 1501, 1502 mwN[]
  2. vgl. BGH Urteil vom 14.10.1991 – II ZR 212/​90 , NJW 1992, 1501, 1502[]