Die eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­de Bürg­schaft

Ein Gesell­schaf­ter, der für ein Bank­dar­le­hen eine eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­de Bürg­schaft gestellt hat, ist ver­pflich­tet, die Gesell­schaft von der Rück­zah­lungs­ver­bind­lich­keit bei deren Fäl­lig­keit frei­zu­stel­len. Soweit statt­des­sen eine von der Gesell­schaft gestell­te Sicher­heit ver­wer­tet und der Gesell­schaf­ter durch die Anrech­nung des Ver­wer­tungs­er­lö­ses von sei­ner Bürg­schafts­schuld frei wird, steht dies einer Aus­zah­lung an den Gesell­schaf­ter gleich, auch wenn der Gesell­schaf­ter selbst oder eine von ihm beherrsch­te Gesell­schaft die Gesell­schafts­si­cher­heit erwirbt.

Die eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­de Bürg­schaft

Die Höhe des Erstat­tungs­an­spruchs der Gesell­schaft rich­tet sich allein nach der durch die Ver­wer­tung der Gesell­schafts­si­cher­heit erlang­ten Befrei­ung von der Bürg­schafts­schuld und nicht nach dem Wert des Siche­rungs­guts.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil und Teil­ver­säum­nis­ur­teil vom 20. Juli 2009 – II ZR 36/​08