Die Zwi­schen­ver­fü­gung des Regis­ter­ge­richts – und die Beschwerde

Die Zwi­schen­ver­fü­gung des Regis­ter­ge­richts ist nach § 382 Abs. 4 Satz 2 FamFG mit der Beschwer­de und folg­lich bei Zulas­sung durch das Beschwer­de­ge­richt auch mit der Rechts­be­schwer­de anfechtbar.

Die Zwi­schen­ver­fü­gung des Regis­ter­ge­richts – und die Beschwerde

Im vor­lie­gen­den Fall hat das Beschwer­de­ge­richt die Rechts­be­schwer­de gemäß § 70 Abs. 1 FamFG unbe­schränkt zuge­las­sen. Der Tenor des Beschlus­ses ent­hält kei­ne Beschrän­kung auf eine oder meh­re­re Bean­stan­dun­gen des Regis­ter­ge­richts. Eine sol­che ergibt sich auch nicht aus der Begrün­dung des Beschwer­de­ge­richts, die Rechts­be­schwer­de sei „schon des­we­gen“ wegen grund­sätz­li­cher Bedeu­tung zuzu­las­sen, weil die Fra­ge, ob das Regis­ter­ge­richt die Vor­la­ge des memo­ran­dum of asso­cia­ti­on nebst beglau­big­ter Über­set­zung ver­lan­gen kön­ne, klä­rungs­be­dürf­tig sei. Dem ist jeden­falls nicht mit der erfor­der­li­chen Klar­heit zu ent­neh­men, dass das Beschwer­de­ge­richt damit die Zulas­sung auf die­se Bean­stan­dung beschrän­ken und nicht nur den nach sei­ner Auf­fas­sung maß­geb­li­chen Zulas­sungs­grund ange­ben woll­te1.

Die Beschwer­de­be­fug­nis der Betei­lig­ten für die Rechts­be­schwer­de folgt aus der Zurück­wei­sung ihrer Beschwer­de gegen den Beschluss des Amts­ge­richts2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. Juni 2021 – II ZB 25/​17

  1. vgl. BGH, Urteil vom 24.10.2017 – II ZR 16/​16, ZIP 2017, 2379 Rn. 9; Urteil vom 29.01.2003 – XII ZR 92/​01, BGHZ 153, 358, 361[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 21.07.2020 – II ZB 26/​19, ZIP 2020, 1658 Rn. 12 mwN[]

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